CD Tipp des Monats: Susie Asado - Traffic Island (Die in Frankfurt und Chicago aufgewachsene, mittlerweile in Berlin lebende Songschreiberin veröffentlichte im Dezember 2011 mit -Traffic Island- ihr zweites Album, mit dem sie ihrem Ruf als song-talker, word-juggler, syllable-thrower, syntax-stalker erneut alle Ehre macht. In einem Dutzend Songs erzählt Susie Asado - einer Regina Spektor nicht ganz unähnlich -  in ihrem munter zwischen Deutsch und Englisch wechselnden Sprechgesang surreale kleine Geschichten von Wolkenkratzern, tapferen Plastikfigürchen, Knöpfen und einer Tintenlumpenhand, berichtet vom rastlosen Leben auf Reisen, fragt sich, wie man sich ladylike verhält, jongliert mit Vokalen und klaubt Wörter. Untermalt wird das Ganze von der Ukulele und der hervorragenden Band um Tomi Simatupang (Gitarre), Marko Hefele (Violine) und Jason Levis (Percussion), die die Stücke in ein schmuckes Gewand zwischen Dreigroschenoper, Anti-Folk und Chanson kleidet!)

CD Tipp des Monats: Malia - Blck Orchid (Malias rauchige, spröde Stimme - ein Gänsehautfaktor. Eine fast schmerzliche Melancholie ist der Grundton im Gemüt dieser Sängerin. Schön und stolz zeigt sie sich auf dem Cover ihres neuen Albums -Black Orchid- - im Profil, mit schwarzen Orchideen in das opulent aufgetürmte Haar geflochten. -Black Orchid- ist gleichzeitig Malias Verneigung vor einer starken Frau und die musikalische Würdigung einer Jazz-Ikone: Nina Simone. Dass der Tribut von Malia sehr getragen daherkommt, dass die Musik hier nun etwas schwerer wiegt als das, was sie auf den Vorgänger-Alben gezeigt hat, zeugt von persönlicher Reife. Mehr Jazz ist in Malias Haus eingezogen, der leichte Soul-Pop hat es verlassen. Ihr neues Album hat sie selbst produziert und die musikalische Ausstattung dabei stark reduziert. Das hier ist fast ausschließlich akustischer Jazz in Slow Motion!)

CD Tipp des Monats: Katja Maria Werker - Mitten im Sturm (Mit ihrem neuen Album -mitten im sturm- erscheint Singer-Songwriter, Komponistin und Autorin Katja Maria Werker nun auf der Stockfisch-Bühne. -mitten im sturm- ist eine facettenreiche Platte - mal heftiger, mal ruhiger: Eigenkompositionen von Katja M. Werker: frische, energiegeladene Popsongs (-Crossfire-), Folk in englischer und deutscher Sprache, ein Peter Gabriel-Klassiker der 70er Jahre (-Here Comes the Flood-) und eine starke Interpretation des Hit-Popsongs -Über sieben Brücken musst du gehn-) oder Mikis Theodorakis' -Zusammenleben-. Die Arrangements stammen von der Künstlerin selbst. Jedes Stück ist einzigartig, aber alle sind höchst authentisch, weil sie im wörtlichen Sinne persönlich sind: Eine Menschlichkeit, eine Biografie, eine Reifung, die durch die Musik hindurchtönt (Tief im Innern). Musik, eine Stimme, die eine Spur im Herzen hinterlässt, lange nachdem der letzte Takt verklungen ist. Musik wie ihre Schöpferin: Besonders und von bleibendem Eindruck!)

CD Tipp des Monats: Ndidi O - The escape (Für das neue, von Craig Street produzierte Album schrieb sie im Alleingang acht Songs, in denen sie vollkommen unbefangen Elemente aus u.a. Blues, Jazz, Rock, Pop, Soul, Country, Gospel, Folk und Surfmusik miteinander vermischt. Die restlichen vier Songs komponierte sie gemeinsam mit dem Violinisten Jesse Zubot, der zudem als Gast in Erscheinung tritt. Großartig begleitet wird Ndidi, die bei einigen Nummer auch selbst Klavier spielt, von einer absolut hochkarätigen Band mit Gitarrist Kevin Breit (Norah Jones, Cassandra Wilson, Holly Cole), Pianist Patrick Warren (John Legend, Madeleine Peyroux, Avril Lavigne,), Schlagzeuger Earl Harvin ( MC 900 Foot Jesus, Air, Tindersticks) und Bassist/Gitarrist Chris Bruce (Aloe Blacc, Seal, Wendy & Lisa, Alanis Morissette!)

CD Tipp des Jahres: Fink - Perfect Darkness (Auf seinem neuen Album widmet er sich weiterhin Gefühlen, Liebe und Beziehungen, aber auch der Nostalgie eines Berliner Sonnenaufgangs (Berlin Sunrise), um sich greifender Angst (Fear Is Like Fire) oder dem einfachen Blick nach Vorn nach harten Zeiten (Yesterday Was Hard On All Of Us). Dabei klingt Fink noch immer so hypnotisch einnehmend wie auf seinen Vorgängeralben und legt ein Werk vor, welches vor Leidenschaft nur so strotzt.<br>-Auf ,,Perfect Darkness- überzeugt der Musiker aus Brighton denn auch einmal mehr mit erstklassigen Songs. Selbst wenn er erneut auf einen Halbakustiksound mit Fingerpicking-Gitarre setzt, ist seine (zweite) Liebe für Elektronikmusik und zeitgemäße Club-Spielarten jederzeit spürbar.- (Stereo, August 2011)<br>...Perfect Darkness jedenfalls treibt musikalisch gelassen, aber lyrisch suchend, selbstzweifelnd und sezierend in diesem Fink-Flow - wenn man das geradezu grungige Fear Is Like Fire mal herausrechnet. Die großen, offensichtlichen Gefühlsausbrüche bleiben aus. Dafür hat Fink seinen Trademark-Sound weiter perfektioniert und setzt die Nuancen an den richtigen Stellen.- (Rolling Stone, Juli 2011)<br>Eine unglaubliche Stimme traegt den Hoerer durch durchweg eindringliche Songs. Eines meiner Alben des Jahres 2011!)

CD Tipp des Jahres: Howe Gelb - Alegrias  (Aufgenommen mit seiner Band of Gypsies auf einem Dach in Cordoba in der brennenden Sonne Andalusiens ist -Alegrias- außergewöhnlich. Ursprünglich war das Album nur in Spanien zu haben, wo es durch die Beteiligung von Amador einigen Erfolg genoss, erscheint nun endlich überall und last nicht nur Howe Gelb Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen. Viele haben erfolglos versucht, Flamenco mit ihrer eigenen Spielart zu vermischen, doch -Alegrias- ist ein Event, ein besonderer Moment eingefangen von Musikern, die mit dem Talent gesegnet wurden, die üppigen Flamenco Rhythmen mit dem einzigartigen Sound von Gelb zu vermengen. Der Geschmack nach Wüste, den Gelb seit Jahren solo und mit Giant Sand kultiviert hat, geht nicht verloren, doch sein Sound gewinnt eine neue Farbdichte, die den Flamenco umarmt, anstatt ihn lediglich nebenher laufen zu lassen. Auf seiner Reise nach Cordoba traf Gelb auf Fernando Vacas, was die Geburtsstunde des Sounds zwischen amerikanischem Roots Rock und Flamenco war.<br>-Die Kombination aus Arizona und Cordoba, aus Gelbs gelassenen Wüstenklängen und den feurigen, andalusischen Flamencogitarren unter der Produktionsregie von Fernando Vacas ist schlicht und einfach unschlagbar, und damit dürfte Alegrías für Folk-verliebte Americana-Fans schon jetzt eines der Jahreshighlights sein.- (Good Times, 04 / 05.2011)!)

CD Tipp des Jahres: Mirel Wagner - dto. (Mirel Wagner, 23 Jahre alt, aus Finnland, geboren in Äthopien begeistert mit ihrem düsterem Debut. Der Sound ist dabei sehr fein und pur, nur ihre Stimme zur akustischen Gitarre. Mirel, in Äthiopien geboren, aber in beschaulichen Verhältnissen in Finnland aufgewachsen, schreibt über wirklich düstere Dinge...Nekromantik, Liebe, Tod und Teufel, vermeidet aber jeden Ansatz von Theatralik. Von ihrem Vortrag geht eine selten zu findende Natürlichkeit aus. Wahrhaftigkeit strahlt vage aus ihren akustischen Fantasien.<br>-Mit ihrem Debüt hat die 23-jährige Finnin ein kleines Monstrum der Finsternis geschaffen.- (Rolling Stone, November 2011). Ein eindringliches Album voll schlichter natürlicher Schönheit!)

CD Tipp des Jahres: Tom Waits - Bad As Me (Das Album ist ein Waits-Panoptikum: Der Zornige und der Melancholische melden sich in ihm zu Wort, Waits als alternder Liebhaber, als junger Soldat im Krieg und als in die Jahre gekommener Bühnenstar. Der rumpelnde Waits-Sound ist dabei, der bluesige, der schnulzige und auch Filmmusik-Taugliches. Auf -Bad As Me- heult, spuckt, stottert, jault, grölt und brüllt er. Und manchmal singt er auch mit seiner Whisky-schweren Stimme. Bereits der erste Song, -Chicago-, ist mit seinem treibenden Rhythmus aus Bläsern und Banjo voller Wucht. Waits raunzt, schnaubt und stampft sich den Staub von den Stiefeln, schüttelt den alten Anzug, lupft den knittrigen Hut und singt den Blues. Er kniet nieder, verneigt sich vor Gospelchören und schafft es gar fast ins Falsett  Es gibt nicht viele Künstler, die sich über eine so lange Zeit stetig kreativ verbessern, ohne dabei auch nur die geringsten Kompromisse einzugehen. Tom Waits ist einer dieser ganz wenigen großen Macher, die das geschafft haben!)

CD Tipp des Monats: Shelby Lynne - Revelation Road (Der Titelsong gibt mit seinem entspannten Südstaaten- und Gospel-Feeling den Kurs vor, auf dem der 43-Jährigen kein einziger Fehltritt unterläuft. Obwohl zurückhaltend instrumentiert mit Piano, Gitarre und Besenschlagzeug, glühen diese elf Lieder vor Gefühl und souliger Intensität!)

CD Tipp des Monats: Christina Lux - Playground (Eine Stimme, die vom ersten Moment an gefangen nimmt, und zauberhafte innige Acoustic Soulfolk Songs, die sie wie verschmolzen mit ihrem Instrument erzählt, machen die Musik von Christina Lux aus. Die Autodidaktin spielt ihre Gitarre perkussiv und fordernd, dann wieder ganz zart und melancholisch und schafft damit einen wunderbaren Klangteppich für ihre Momentaufnahmen der kleinen und großen Dinge im Leben. Nun traf sie auf den Musiker Reentko und hat mit dem großartigen Gitarristen und Perkussionisten eine neue CD aufgenommen mit wunderbaren Songs zwischen Soul, Pop und Folk, mal zart und leise aber dann auch wieder aufbrausend fast rockig. Ein kleines Wunderwerk auf das auch eine Joni Mitchell stolz wäre!)

CD Tipp des Monats: Muriel Zoe - Birds & Dragons (Ein, zwei Lieder braucht es nur, dann nimmt einen diese Stimme unwiderruflich gefangen. Ein warmes Timbre füllt den Raum, wandlungsfähig und von einer unaufdringlichen Emotionalität. Muriel Zoe hat auf Birds and Dragons, ihrem vierten Album, zwölf Lieder von wunderbarer Leichtigkeit versammelt. Ihre transparenten Gitarrenpickings und eine schlafwandlerisch groovende Band legen das musikalische Fundament für die leisen Geschichten, die die Sängerin zu erzählen hat - und die umso eindringlicher wirken, je weiter sich die Stimme ins Beiläufige zurückzieht. Musik, in der viel Sehnsucht, aber auch eine bemerkenswerte Gelassenheit steckt. Ort der Aufnahme-Sessions war das altehrwürdige Hafenklang Studio am Hamburger Fischmarkt, das sich seinen Platz inmitten der neu entstandenen Kulisse am Hafenrand bewahrt hat. Ein passender Ort. Denn etwas Zeitloses zeichnet auch die Songs auf Birds and Dragons aus. Eine Mischung aus Country, Folk, Pop. Eine Singer-Songwriterin, die sich lässig und leise beobachtend in den Zwischenwelten der Melancholie bewegt. Bewegend!)

CD Tipp des Monats: Feist - Metals (-Metals- verströmt eine würdige, erwachsene Ruhe. Die Stücke changieren zwischen vollkommen reduziert (Undiscovered First) und sacht orchestriert (Bittersweet Melodies), und es sind mit -Graveyard- und -The Circle Married The Line- wieder mindestens zwei ohne Umschweife als solche zu erkennende Hits dabei. Trotzdem verwundert an -Metals- vor allem seine zauberhafte Intimität. -Metals- ist ein großes, klassisches Songwriter-Album, das den kritischen Augen der neu gewonnenen Öffentlichkeit ohne Frage standhalten wird. Die sinnlich-seriöse Güte dieser Musik wird Feist auch noch größer werdende Bühnen meistern lassen. Mit diesem Album haben Leslie Feist und ihre Kollegen eine bestechend gute Platte geschaffen. Die zwölf Stücke schleichen sich nicht nur in Windeseile in die Gehörgänge, sie erobern auch den Gemütszustand des Zuhörers für sich und lassen einen nicht mehr los!)

CD Tipp des Monats: Zola Jesus - Conatus (Von pulsierenden Balladen bis hin zu elektronischen Highlights bleibt auf dieser Platte kein Klang unerforscht. Eine Mischung aus raffiniertem Chaos and kontrolliertem Wahnsinn, und eine Künstlerin, die immer wieder an ihre Grenzen geht. Eine rauschende Party mit Blick in den Abgrund!)

CD Tipp des Monats: Dota & Die Stadtpiraten - Das grosse Leuchten (Zehn Cds hat Dota bei ihrem eigenen Label Kleingeldprinzessin Records seit 2003 veröffentlicht. Doch wer schon mal ein Konzert der Band besucht hat, weiß um Dotas charmante Bühnenpräsenz und die einzigartige Stimmung, die sich dort entfaltet. Mit Nicolai Ziel am Schlagzeug, Leon Schurz am Bass und Jan Rohrbach an der E-Gitarre hat sie in über 200 gemeinsamen Konzerten zu einer frisch und freihändig groovenden Einheit zusammengefunden. Das neue Live-Album -Das große Leuchten- fängt dies ein, mitreißend gehen das -Ohrsteckermädchen- und der -Tempomat- ab, dazwischen glänzen berührende Lieder wie -Zuhause- oder -Transparent- in ihren live-Arrangements. Neben schon bekannten Liedern enthält -Das große Leuchten- sieben bislang unveröffentlichte Stücke, beispielsweise das rätselhafte Lied -Mantel-, den schwerelosen, gut gelaunten -Astronaut- oder -Warten auf Wind- - ein furioser, poetischer Bilderreigen. Beim Bonustrack angekommen - dem im Studio eingespielten Großstadt-Bossa -Ping Pong- - hat man einen abwechslungsreichen Konzertabend hinter sich. Im Herbst 2011 sind Dota und die Stadtpiraten nach fast einjähriger Spielpause wieder auf Tour!)

CD Tipp des Monats: Lucas Santtana - Sem Nostalgia (Sem Nostalgia - frei von Nostalgie - nennt er seine Platte, auf der alle Klänge ausschließlich mit akustischer Gitarre und Stimme produziert wurden. Zusätzlich nutzt Lucas verschiedene Sampler, Pedale, Filter und andere Aufnahmetechniken. Das Ergebnis: Ein eindringliches, verwirrendes und packendes zeitgenössisches Meisterwerk, das über seine wenigen Zutaten hinwegtäuscht. Zusammen mit einigen der besten brasilianischen Musiker und seinem langjährigen Songwriting-Partner Arto Lindsay führt Lucas voz e violão zu neuen Höhen. -Eines der schönsten Alben der Saison-, schrieb -Jazzthing-, und die -Süddeutsche Zeitung- meinte: -Avantgarde und Schönheit müssen keine Widersprüche sein.-!)

CD Tipp des Monats: BOY - Mutual Friends (BOY - das sind Valeska Steiner und Sonja Glass. Erstere kommt aus Zürich, zweitere aus Hamburg; die Texte sind englisch, die Songs von Weltformat. Es sind elektrisierende Popstücke. Reich an Facetten, filigran arrangiert. Songstrukturen, die bisweilen an Leslie Feist erinnern, an skandinavisches Songwritertum. Aber auch an Indie-Pop. Die Songs sind ausgereift. Seit Herbst 2008 haben BOY daran gearbeitet. An einem Popkurs in Hamburg haben sich die zwei jungen Frauen kennengelernt. Valeska Steiner hatte zuvor als Singer-Songschreiberin in ihrer Heimat auf sich aufmerksam gemacht. Bassistin und Songschreiberin Sonja Glass kam von der renommierten Hochschule der Künste in Arnhem (Holland). - Als ich Valeskas Stimme gehört habe, war ich hin und weg, sagt Sonja Glass: Mir war sogleich klar, dass ich mit ihr etwas machen möchte. Es beruhte auf Gegenseitigkeit: Sonja hat mir erste Songfragmente gemailt - ich war begeistert!, erinnert sich Valeska Steiner. BOY war geboren. This is the beginning, heisst es im Opener. Es ist erst der Anfang. Von BOY wird noch viel zu hören sein!)

CD Tipp des Monats: John Martyn - Heaven and Earth (Eine erfreuliche Nachricht für die Fangemeinde von John Martyn, der 2009 im Alter von 60 Jahren verstarb. Zwei Jahre nach dem Tod der britischen Folkikone erscheint postum sein letztes, bisher unveröffentlichtes Album Heaven And Earth, das von den Produzenten Gary Politt und Jim Tullo vollendet wurde. Das Vermächtnis des großartigen John Martyns, der als von vielen Kollegen verehrter Musician's musician galt und ein enger Freund der früh verstorbenen Songwriter-Hoffnung Nick Drake war, umfasst neun fantastische Songs, die die einzigartige Begabung Martyns, Folkmusik mit Jazz, Rock und Blues zu einer wunderbar entspannten Mischung verschmelzen zu lassen noch einmal auf eindrucksvolle Weise zeigen, geprägt von seinem subtilen Gitarrenspiel. Vielleicht sein schönstes Album. Schlicht wunderbar!)

CD Tipp des Monats: David Sylvian - Died in the wool (Manafon Variations) (David Sylvian veröffentlicht mit Died in the Wool ein bemerkenswertes neues Werk mit dem gefeierten zeitgenössischen Komponisten Dai Fujikura, das die Früchte dieser Zusammenarbeit neben Material, das von den Manafon Sessions stammt oder davon inspiriert ist, präsentiert. Alte und neue Freunde, Balladen und Ambient Improvisationen sowie Werke, die sowohl bahnbrechend und extrem sind, kommen in dieser wichtigen neuen Kollektion zusammen. Was durchweg verblüfft, ist die Natürlichkeit, mit der hier Neue Kammermusik, Electrionica, Sampling sogenannter Pop- und Klangspuren von manch anderen Welten eins werden. Geradzu lässig, als ginge all das Unerhörte und Dunkle leicht von der Hand. Ich glaube nicht, dass ich ein Werk mit einer intensiveren emotionalen Natur in den letzten acht Jahren oder mehr produziert habe, sagt Sylvian. Dem ist nichts hinzuzufügen. Died in the wool wird als Doppel-CD Digipak in einem Kartonschuber mit einem wunderbaren Artwork von George Bolster und Design von Chris Bigg veröffentlicht.)

CD Tipp des Monats: Danger Mouse & Daniele Luppi - Rome (Rome ist wie eine warme Erinnerung an längst vergangene Zeiten: Softrock, der in seiner wunderbaren Künstlichkeit an italienisches Gelati erinnert, trifft auf den Soundtrack eines imaginären Westerns. Fast zu schön, um wahr zu sein. (Rolling Stone, 05 / 2011)!)

CD Tipp des Monats: Elbow - Build a rocket boys! (Zitate: Die Musik ist warm und ideenreich! Klingt erwachsen im besten Sinne und keine Sekunde langweilig. Schreibt es an die Wände: Diese Band ist groß! Blick zurück nach vorn: ein kleines Meisterwerk der Nostalgie. Aber die elektronischen Effekte auf Build A Rocket Boys! deuten auch Lust auf Experimente an. Und man spürt eine Entspanntheit, die man gerade zu Beginn nicht erwartet hätte, wo normalerweise ein Paukenschlag droht.)

CD Tipp des Monats: Asaf Avidan & The Mojos - Poor Boy/Lucky Man (Den neuen Messias nennt der mexikanische Rolling Stone den israelischen Musiker Asaf Avidan. Seine Jünger wären dann wohl The Mojos, das musikalische Anhängsel des Mannes aus dem Nahen Osten. Wie auf ihrem Erstlingswerk jongliert das Quintett mit einer illustren Mischung an Stilen. Bestechen die balladesken Folk-Songs Your Anchor oder Small Change Girl mit dem vor Leidenschaft übersprudelndem Falsettgesang Avidans, kommt der Rock- und Blueskracher Wasting My Time erbarmungslos um die Ecke. Auch diesmal bleibt man als Hörer verdutzt zurück, wenn der Sänger sein Timbre - von gefühlvollen über wütenden bis hin zu krakeelenden Passagen - chamäleonartig verändert. Spätestens beim jazzigen The Ghost Of A Thousand Little Lies, das im Mittelteil durch Hardrock-Riffs kontrastiert wird, wechseln sich leise und laute Töne gekonnt ab. Der Facettenreichtum zwischen Americana, Rock'n'Roll und Folk verleiht diesem Album eine überzeugende Breitseite, das Ergebnis dieser Klangeskünste sind ungeheuer fantasievolle Songs!)

CD Tipp des Monats: The Mountain Goats - All eternals deck (Die Gratwanderung zwischen gelebter Emotion und gleichzeitiger Nüchternheit in den Worten John Darnielles hallt nach und so gestaltet sich der gesamte Spannungsbogen auf dem wahrscheinlich abwechslungsreichsten Album seines Schaffens. Besonders gelingt ihm das mit Streicherunterstützung, wie beim melodramatischen Age Of Kings, das sich wie ein Fiebertraum aus den meistens nur mit Akustik-Gitarre und Schlagzeug begleiteten Stücken heraushebt. Neugierig macht er sich auf dem Album daran, dem Alltäglichen seine Geheimnisse zu entlocken. All Eternals Deck sorgt zu jeder Zeit für dieses Hör- und Kopfkino, das trotz der neuen Vielfalt von eingesetzten Instrumenten meist intensiv und andächtig bleibt. Die Ausbrüche, die Darnielle wagt, sorgen aber dennoch genau dann für den richtigen Kick, um eben nicht in Konventionalität zu versinken. Mit dem beschwingten Prowl Great Cain und dem expressiven Outer Scorpion Squadron bestimmt er die Grenzwerte, in denen sich die anderen Stücke einordnen lassen, so dass ein sehr runder und gleichmäßiger Fluss entsteht. Doch es sind vor allem Stücke wie das vorab veröffentlichte Damn These Vampires oder Never Quite Free (das sich schon jetzt anschickt, ein Klassiker im über 500 Songs umfassenden Gesamtwerks des Musikers zu werden) die auffallen, da diesen trotz allen Hangs zur literarischen Dunkelheit ein heller Funke entspringt. Ein grandioses Werk!)

CD Tipp des Monats: Lucinda Williams - Blessed (Lucinda Williams überrascht auf ihrem neuen Album mit viel Power im Klangbild: Von den beiden Gitarristen Val McCallum und Greg Leisz werden die meisten Songs Richtung Roots-Rock und Blues angetrieben, dreimal übernahm Elvis Costello die Lead-Gitarre. Eine magische, erschreckende, berückende Momentaufnahme mit umwerfenden Americana-Songs und dieser einmaligen unter die Haut gehenden Stimme!)

CD Tipp des Monats: Selah Sue - dto. (Selah Sue hat eine gehörige Portion Dreck in der Stimme und wirkt in ihrer Erscheinung dabei jugendlich-unverblümt und erfrischend gelassen. Eine Singer-Songwriterin und Reggae-/Hip-Hop-Künstlerin, mit einer einzigartigen Soulstimme. Die Rhythmik des Gesangs erinnert immer wieder an Reggae, im Pidgin des jamaikansichen Patois scheint sich Selah Sue sehr sicher zu fühlen. Ihre erste CD ist von Hip-Hop, von Bass und Drumsounds geprägt ohne je zu verleugnen, Reggae, Soul und R & B tief verinnerlicht zu haben. Und mit dieser Produktion kann sie sich problemlos irgendwo zwischen Adele und Amy Winehouse plazieren. Mitreissend!!)

CD Tipp des Monats: Chinaza - Home (Chinaza mischt Jazz, Pop und afrikanische Rhythmen. Stark beeinflusst durch einen längeren Aufenthalt in ihrer nigerianischen Heimat ist Chinazas neuer Stil jetzt angereichert durch Nigerian Beats, ohne den Pfaden des Jazz untreu zu werden. Herausgekommen ist ein wundervolles Album, das eigene Stücke mit Kompositionen anderer Künstler oder Gruppen wie Nina Simone, Live, Nik Kershaw oder Talk Talk kombiniert. Schillernd und voller Magie!)

CD Tipp: Lisa Bassenge - Nur fort (Lisa Bassenge, deren samtene Stimme wie keine andere für jungen Jazz Made in Germany steht, hat mit Nur Fort ihr erstes beinahe ausschließlich deutsches Album aufgenommen und überrascht uns erneut. Unbefangen und wie selbstverständlich singt die Künstlerin zauberhafte Eigenkompositionen, sowie moderne Klassiker der deutschen Musikgeschichte und das in ihrer Muttersprache - so charmant, cool, relaxed und sophisticated, wie man es bisher noch nicht erlebt hat. Flirrend leicht durch ihre gewohnt virtuose Gesangskunst und die sensible Ausgelassenheit ihrer Band!)

CD Tipp: Mayra Andrade - Studio 105 Live (Mayra Andrade gilt neben Lura als neuer Star der Kapverden. Mayra ist eine Weltenbummlerin, wurde auf Kuba geboren und lebte u.a. schon auf den Kapverden, in Angola, Deutschland und Frankreich. Nun liegt eine Live CD+DVD vor, aufgenommen im Pariser Studio 105. Mayra sang bei diesem Konzert die Höhepunkte ihrer beiden CDs in kleinerer und intimerer Besetzung (Gitarre, Bass, Percussion). Als Gäste wirkten der Sänger Hugh Coltman und der Cellist Vincent Segal mit. Aufgenommen wurde das Konzert im September 2010 im eher intimen Pariser Club Studio 105, zusammen mit einem akustischen Trio, das hier viel mehr als nur Beiwerk ist: Murin Hossn an der Gitarre, Perkussionist Zé Luis Nascimento und Rafael Paseiro am Bass beflügeln erst den samtweichen Gesang von Mayra Andrade. Die beschränkt sich nicht auf kapverdische Folklore, sondern beherrscht ein weites Spektrum von Jazz über Fado bis zu brasilianischen Klangfarben!)

CD Tipp: Alin Coen Band - Wer bist du? (Ein Album, was schlicht daher kommt, aber doch packend in den Bann zieht.
Ein Debüt-Album mit eigenständigen Folk-Pop-Songs voller Intensität. Alin Coen wird man so schnell nicht mehr los, wenn man sie erstmal im Ohr hat. Eine Stimme mit Suchtpotential. Ihre Songs erzählen vom Hoffen und Scheitern, vom Lieben und Loslassen. Ihre Musik entspringt dem Folk, durchwandert den Pop - und trifft mitten ins Herz!)

CD Tipp: An Pierle & White Velvet - Hinterland (Auf Hinterland braut die Belgierin An Pierlé mit ihrer Band aus Elementen von Rock, Folk, Jazz und Blues einen eigenwilligen Sound zusammen, der an Kate Bush erinnert. Immer haftet den Liedern etwas arabeskes an, eingebunden in anspruchsvolle Kompositionen zwischen Popsong und balladesker Theaternummer. wie schön das Hinterland ist, erfahren wir, wenn wir An Pierles Gesang, ihre zarte und zugleich so raue Stimme, hören; mal wie ein Windhauch, der einen sanft streichelt, wenig später nicht zu verorten in gespenstisch hypnotisierenden Wiederholungen. An Pierle and White Velvet eine Band zwischen Kuriosität und ordinary Pop. Zauberhaft!)

CD Tipp des Monats: David Sylvian - Sleepwalkers (Mit Blemish und Manafon hat David Sylvian im vergangenen Jahrzehnt zwei seiner stärksten und einzig-artigsten Statements geschaffen. Aber diese beiden Aufnahmen erzählen nur die halbe Story. Im gleichen Zeitraum arbeitete Sylvian stets an direkteren, spielerischen Werken, dafür arbeitete er mit den wichtigsten Talenten aus Pop, Elektronik, zeitgenössischer Klassik und improvisierter Musik zusammen. Die besten Ergebnisse aus diesen Kollaborationen finden sich nun auf Sleepwalkers, akribisch genau zusammengestellt und bearbeitet. Diese Früchte einmaliger Treffen und lebenslanger Partnerschaften schaffen ein weites Spektrum zwischen Glückseligkeit und Anspannung, zwischen Romantik und Sinnlichkeit, zwischen gewagtem Experiment und süffigem Pop. Genau wie die 2000 erschienene Compilation Everything and Nothing ist Sleepwalkers eine Retrospektive auf die vergangene Dekade. Wie gewohnt hat David Sylvian viel Energie in ein wunderschön gestaltetes Digipack gesteckt, das mit großartigem Artwork von Chris Bigg aufwarten kann!)

CD Tipp des Monats: Ingrid Chavez - a flutter and some words (Die einstige Muse, Lebensgefährtin und Co-Vokalistin von David Syvlvian tritt spät mit ihrem ersten gänzlich eigenem Debut an. Die introvertierten und klugen Songs aus der Feder von Lorenzo Scopelliti tanzen auf dem dünnen Eis zwischen den Ufern von Pop und Jazz, und Chavez unterkühlte, aber nie kalte Stimme verhindert unweigerlich jedes Abrutschen ins Beliebige oder gar Kitschige. Die sparsame, natürliche Instrumentierung dominiert das Album, nur unterbrochen von der unweigerlichen Single By the water und dem schleppenden, an Tom Waits erinnernden Beat bei Tightrope - die Intimität der Einspielung und die Weite, die Offenheit der Klangstrukturen verleiht dem Album eine fast poetische, cinematographische Qualität. Ruhig, meditativ und durch und durch bescheiden ist a flutter ein seltsames Phänomen - das Debut einer gereiften Künstlerin mit jahrzehntelanger Erfahrung, das hier bisher leider nur als Download erhältlich ist!)

CD Tipp des Monats: Youn Sun Nah - Same Girl (Youn Sun Nah interpretiert erneut Songs auf höchst eigenwillige und unverwechselbare Weise, die jeden stilistischen Rahmen sprengen. Jazzstandards wie My Favorite Things, der Metallica-Klassiker Enter Sandman, Philippe Sardes La Chanson d'Helene, ein koreanisches Volkslied sowie Eigenkompositionen von Youn Sun Nah und Ulf Wakenius finden sich auf der neuen CD. Wieder wird sie von Lars Danielsson am Bass, Xavier Desandre-Navarre an Percussion und allen voran von Ulf Wakenius an der Gitarre begleitet, einem veritablen All-Star-Team. Ein Soundkosmos zwischen Songwriting und Dark Pop, Vocal Jazz und Folklore!)

CD Tipp des Monats: Simphiwe Dana - Kulture Noir (Zu den führenden Vokalistinnen Südafrikas zählt zweifellos die Xhosa-Frau Simphiwe Dana. Ihre Musik vermischt Soul mit Pop und Jazz. Eindringlich, fast Mantrahaft, deklamiert sie Texte in ihrer Muttersprache, die eine spirituelle Dimension haben. Ihr neues, drittes Album Kulture Noir ist ein panafrikanisches Statement mit Einsprengseln aus Afrobeat und den Nachbarländern. Großartig, wenn ihr ganz eigener, komplexer, jazziger Gesang auf mal mehr, mal weniger afrikanisch angehauchte Melodien trifft. Und wo kommt eigentlich diese ansteckende Gelassenheit her? Ein enthusiastisches Ergebnis!)

CD Tipp des Monats: Lobi Traoré - Rainy Season Blues (Lobi Traoré war eine afrikanisches Original, ein Gitarrist mit einem ureigenen Sound, ein Sänger und Songschreiber von weltweitem Bekanntheitsgrad und ein Künstler, der ein wichtiger Baustein der Musik von Mali wurde. Kurz vor seinem plötzlichen und unerwarteten Tod im Juni 2010 nahm er noch eine Platte auf, so wie er es nie zuvor getan hat - nur er und seine Gitarre, in einer einzigen Session und ohne Overdubs. Rainy Season Blues ist sein letztes Statement. Die Essenz seiner Kunst - pur und in voller Blüte!)

CD Tipp des Monats: I am Kloot - Sky at night (Zehn wunderbar melancholische Songperlen für einsame Nachtschwärmer und Freunde des akustischen Indie-Rocks. Herrlich sentimental ist dieses Meisterwerk - vor allem bei dem von Kindheitserinnerungen durchwirkten I Still Do, in dem Bramwell zum Harfenklang von Marie Lionheardt das Gestern und Heute auf wundersame Weise verquickt. Das ist anrührend, ohne jemals kitschig zu sein. Entschleunigt feiert Sky At Nigh eine einzigartige Langsamkeit, die bei einer Umdrehung weniger die Songs zum Stillstand brächte. Wer diese Platte nicht fühlt, ist klinisch tot! Großartig!)

CD Tipp des Monats: Laura López Castro & Don Philippe - Optativo (Die Kompositionen von LAURA LOPEZ CASTRO & DON PHILIPPE sind nach wie vor von südamerikanischer Musik beeinflusst. Lauro Lopez Castros Gesang betört enorm und blüht gerade dann am meisten auf, wenn die Sängerin sich traut, auszuscheren, dabei aber unaufdringlich und ganz bei sich bleibt. Stimme und Gitarre, Stadtgeräusche, percussive Elemente und Key-Sounds, von Don Philippe ästhetischer Produzentenhand perfekt dosiert aufeinander abgestimmt. Die Schönheit des Albums findet sich gerade im Schnörkellosen wieder. Durch Reduktion der Komplexität, durch die Kunst des Weglassens und der Abstraktion, ist das Werk dem Independent näher gerückt. LAURA LOPEZ CASTRO & DON PHILIPPE sind bei sich angekommen.)

CD Tipp des Monats: Danger Mouse & Sparklehorse - Dark Night Of The Soul (Dark Night.. ist ein Album von Produzent Danger Mouse alias Brian Burton und den bereits schmerzlich vermissten Sparklehorse, das von einer Reihe an bemerkenswerten Gastauftritten gekrönt wird: The Flaming Lips, Gruff Rhys, Jason Lytle, Julian Casablancas, Black Francis, Iggy Pop, David Lynch, James Mercer, Nina Persson, Suzanne Vega und Vic Chesnutt.. Letzterer wie auch Mark Lincous von den Sparclehorse leben inzwischen nicht mehr und setzen hier letzte eindrucksvolle musikalische Zeichen. Lincous und Burton haben mit diesem Album ihren Lieblingssängern Stücke geschrieben und sie mit ihnen produziert und dabei ein Meta-Album der Indie Szene geschaffen! Zusätztlich hat David Lynch das Projekt fotografisch begleitet und einen Bildband erstellt.)

CD Tipp des Monats: Terez Montcalm - Connection (Térez Montcalms Stimme ist für den Jazz eher ungewöhnlich. Rauh und leicht ungehobelt klingt sie eher wie die Tochter von Bonnie Tyler oder Beth Middler. Ihr U2 Cover von Where The Streets Have No Name lässt Bono alt aussehen. I’ll Be Seeing You mit einem verträumt-entrückten Intro, dem Saxophon, dem Bass und Montcalms verruchter Stimme sehr stimmungsvoll. Gänsehaut! Auch Aznavours Je N’attandais Que Toi ver- und bezaubert. Abgerundet wird dies durch die gleichwertigen Eigenkompositionen. Auf Connection bietet Terez Montcalm eine ausgewogene Mischung aus englisch- und französischsprachigen Liedern, großartigen Klassikern und wiederentdeckten Raritäten, virtuosem Jazzgesang und rockiger Energie. Mit ihrer heiseren Stimme klingt sie dabei stets unverwechselbar. Ein tolles Album!)

CD Tipp des Monats: Herbie Hancock - The Imagine Project (Ein Jahr lang reiste Hancock um den Globus und machte Aufnahmen mit Musikern aus elf Ländern, in sieben Sprachen und noch weit mehr Kulturen. Musik ist eine wahrhaft universelle Sprache, sagte er zur Idee seines jüngsten Projekts. Darauf begleitet Hancock die Sitarspielerin Anuschka Shankar aus aus Indien, die kongolesische Band Konono No. 1 und Kolumbiens Superstar Juanes. Er ist mit Seal, Pink, der Dave Matthews Band, dem Brasilianer Ceu, der irischen Gruppe The Chieftains, Lionel Loueke aus Benin sowie Oumou Sangare und Toumani Diabate aus Mali zu hören. The Imagine Project versteht sich als musikalisches Plädoyer für Weltfrieden und globale Verantwortung!)

CD Tipp des Monats: Lila Downs - En Paris - Live a FIP (Fiestastimmung auf staubigem Tanzboden- Lila Downs brennt auf ihrem ersten Live Album ein Feuerwerk mit akrobatischen Vokalausflügen und mitreissenden Rhythmen ab. Charakteristisch für Lila Downs’ Musik ist nicht nur die vorzügliche Mixtur aus mexikanischem Folk, Jazz, Cumbia und indianischen Rhythmen zu einem hochprozentigen panamerikanischen Cocktail, sondern auch ihr leidenschaftlicher Mezzosopran, der gleich mehrere Oktaven umfasst. Hinreissend!)

CD Tipp des Monats: Sophie Hunger - 1983 (Ein Befreiungsschlag: die Schweizer Songwriterin im modernen Soundgewand: Auf ihrem neuen Album präsentiert Sophie Hunger sich mit warmer Stimme und einer Mischung aus Folk, Jazz und Indie-Rock. Sie befreit sich von der akustischen Klangkulisse. Elektrische Sounds, Drumcomputer und allerlei Effekte vermischen sich mit spröder Mundharmonika, sprengenden Beats und angezerrten Chören. Ein Album voller Überraschungen und einer grandiosen Songkollektion!)

CD Tipp des Monats: Dota & Die Stadtpiraten - Bis auf den Grund (Das neue Album “Bis auf den Grund”, das offiziell am 1. April erscheint, ist ein wahres Geschenk an deutschsprachiger Musik, frisch und nachdenklich und politisch und kritisch und reflektiert und pfiffig und fröhlich und ernst und tief und weit und zum Tanzen und zum Träumen und schlicht zum Verlieben. Wunderwunderwunderschön!)

World-CD Tipp des Monats: Amparo Sanchez - Tucson-Habana (Tucson-Habana - so heißt das Debüt von Amparo Sánchez - ist ein wunderbarer Hybrid aus dem typischen Calexico-Sound und einer Stimme, die den Staub von den Kakteen bläst! Calexico haben die spanische Sängerin Amparo Sánchez unterstützt und ihr neues Album Tucson-Habana produziert. Die vierzigjährige Sängerin kann auf eine bewegte Musiklaufbahn zurückblicken. Über 1.000 Konzerte hat sie bereits bestritten, teils mit ihrer Band Amparanoia, teils solistisch. Vor allem die Musik Mittelamerikas scheint es ihr angetan zu haben. Rumba, Son und Bolero finden sich in ihrer Musik, aber auch erfrischende Elemente aus Dub, Raggae und Ska. Man merkt, dass die Produzenten von Calexico und die Sängerin offensichtlich gut miteinander konnten. Amparo Sánchez singt von Liebe und Einsamkeit, vom Reisen und vom Ankommen. Sehr organisch und lebendig klingt das Album und erinnert teilweise an die Musik der Förderer. Doch Amparo Sánchez gibt der musikalischen Offenheit eine neue Note. Man hat das Gefühl, als läge Tucson nicht mehr in Arizona sondern auf der karibischen Insel Kuba.

CD Tipp des Monats: Adam Green - Minor love (Minor Love ist Adam Green in absoluter Bestform. Die Songs vollziehen einen ganz vorzüglichen Spagat zwischen stockdunklen Folk und temporeichen Pop und so erschafft der Wankelmütige eine der atemberaubendsten Platten der aktuellen Saison!)

CD Tipp: Lou Rhodes - One good thing (Ein Album, das Intimität und naturbelassene Schönheit im kargen Singer/Songwriter-Gewand präsentiert, oft nur mit gezupfter Gitarre und der süchtig machenden Stimme Lou Rhodes´ versehen. Jeder Ton, jede Beigabe aus Percussions und Streicher umsorgt die reduzierte, aber höchst markante Gitarre und macht daraus im Zusammenspiel mit den über allem thronenden Vocals ein fesselndes Album nüchterner Eleganz.)

CD Tipp: Lonelady - Nerve up (Julie Campbell, die LoneLady, sieht sich selbst als Writerin, Sängerin und Gitarristin. Auf Nerve Up spielt die einsame Lady druckvollen Indie-Rock, der zwar einen elektronischen Charme verspürt, aber sehr echt ist. Und Julia Campbell singt dabei sehr betörend. Etwas, das auch auf dem ganzen Album anhält. Sie schmeichelt sich dem Hörer schnell ins Ohr und bereitet so den Weg für die musikalische Seite der Songs, die mal rocklastiger ausfällt und mal mehr mit der vermeintlichen Elektronik spielt. Geeint werden die Songs allesamt von ihrem Groove, den echten Instrumenten, allen voran der Gitarre und der Tatsache, dass das Tempo stets hoch gehalten wird.)

CD Tipp: Laura Veirs - July Flame (13 neue Tracks, die auf Lauras crappy nylon-string guitar eingespielt wurden. Wunderbar reduzierte Folkssongs, eine gelungene musikalische und instrumentale Abwechslung aus Bratsche, Geige, Banjo, Piano und Gitarre, die allesamt gekonnt ihre markante Stimme unterstuetzen.)



CD Tipp: Various - We are only riders (Allein die Entstehungsgeschichte der Platte könnte We Are Only Riders zu einem Juwel machen: Neue, bislang unveröffentlichte Songs von Jeffrey Lee Pierce, dem Vorsitzenden des Gun Club und einem der bedeutendsten Songwriter der Achtziger, einer der am Leben scheiterte, dabei aber in der Lage war, sein Leiden am Leben in großartige, vor allem aber einzigartige Songs zu packen. Es sind eigentlich nur drei neu entdeckte Songs in jeweils drei Varianten - gesungen von alten Helden wie Nick Cave, Mark Lanegan, Lydia Lunch oder dem Sänger von 16 Horsepower. Einschlägig Verdächtige, die man schon immer wegen ihrer Affinität zum bluesschwangeren Schwermutspunk mochte. Musiker, die ihren Hang zu Country und dem Blues so wie Pierce immer ausgelebt haben. Diese CD ist ein Spiel mit der Vergangenheit, eine Retrokanone mit Charme!)



CD Tipp: Minor Majority - Either way I think you know (Ein Album, auf dem sich die Liebe zum sanften, amerikanischen Folk ungehindert Bahn bricht; auf dem eine unsagbar warme Stimme zur Gitarre singt, mit trockenen Drums im Hintergrund und einigen herrlichen Tupfern aus Streichern, Klavier und weiblichem Backgroundgesang. Die Songs sind auf der einen Seite zwar herrlich zurückgezogen, leben aber auf mit der sehr präsenten und wirklich warmen, klaren Stimme Pål Angelskars. Dazu sind die Melodien einfach herrlich, sie becircen dich, lassen dich nicht los und plötzlich stellst du fest, wie atmosphärisch dicht dieses Album ist.)



CD Tipp: Tindersticks - Falling down a mountain (Ein voller, farbenreicher Sound lässt Falling Down The Mountain trotz dunkler Popmomente zum bislang leichtfüßigsten Longplayer der Tindersticks werden. Eineinhalb Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung bezaubern die Tindersticks mit ungeahnter Unbeschwertheit. Falling Down The Mountain ist eines der besten und schlüssigsten Tindersticks-Alben geworden.)



CD Tipp: Joe Henry - Blood from stars (Mit “Blood From Stars” macht Joe Henry einmal mehr deutlich, dass er der einzige weisse Blueser ist, der Tom Waits das Wasser reichen kann. Neben dem Jazz ist es vor allem der Blues, der den Sound von “Blood From Stars” prägt. Es ist ein klischeefreier, tragikomischer Blues, der von torkelndem Ragtime-Piano, Mardi-Gras-Bläsern, Marc Ribots raffiniertem Gitarrenspiel und nicht zuletzt vom Schauspielerischen Talent des Sängers lebt. Joe Henry schafft es, den Hörer für Momente glauben zu lassen, er sässe im Cotton Club oder in einem Vaudeville-Theater. Tom Waits hält die Messlatte und Joe Henry erreicht sie in seinen besten Songs spielend.)



CD Tipp des Monats: Devendra Banhart - What will we be (»What Will We Be« dürfte jedem eingeschworenen Banhart und Musik-Fan die Freudentränen in die Augen treiben. Mit seinen 14 wunderbaren Kleinodien verströmt das Album eine sonnige Atmosphäre und das Gefühl, einen schön warmen, faulen Nachmittag im Kreise von guten Freunden auf der Veranda zu genießen. Devendras exquisites Händchen für traumhafte Melodien und seine unerschütterliche Gelassenheit durchziehen das Album wie ein magischer roter Faden. Aber es gibt eben auch diese kleinen Ausbrüche, die das Album zu einem bunten Kaleidoskop machen.)



Live CD Tipp: Tom Waits - Glitter & Doom (Das Live-Doppelalbum »Glitter & Doom« entstand auf der gleichnamigen ausverkauften und hochgelobten Tour, die den kalifornischen Songwriter 2008 durch die USA und Europa führte. Musikalisch zeigt sich Waits auf »Glitter & Doom« in seiner ganzen eklektizistischen Herrlichkeit und wechselt nahtlos von einem Charakter zum anderen: Jahrmarktschreier, Prediger, Country-Sänger, Soul-Liedermacher und Geschichtenerzähler. Unterstützt wird Waits von einer fünfköpfigen Band, die das Waits’sche Repertoire um einige neue Perspektiven erweitert. Es kann nur Einen geben!)



Pop CD Tipp des Monats: Norah Jones - The Fall (The Fall ist mehr Rock, mehr Pop, mehr Songwriting als auf den Alben zuvor, es ist gitarrenorientierter, man hoört sogar verzerrte E-Gitarren und statt eines samtigen Klaviers nach Jazz-Manier hört man vermehrt E-Pianos und auch mal eine Wurlitzer-Orgel. Ein stimmiges Album, das viele Überraschungen bereit hält für alle, die glaubten, Norah Jones schon zu kennen. Schöne Texte und feine Harmonien zeugen von ihrer stets hohen musikalischen Qualität und dazu diese etwas rauhere wunderbare Stimme. Es lohnt sich, die neue Norah Jones zu entdecken!)



Pop CD Tipp: Raz Ohara And The Odd Orchestra - II (Akustikgitarre, klare Klaviertöne, Streicherteppiche und elektronische Elemente verschmelzen zu einer zauberhaften Stimmung, getragen von Raz fragiler warmer Stimme und von Oliver Doerell kogenial klanglich untermalt. Wunderbar arrangierte elektroakustische Popsongs des Dänen Raz O´Hara!)



Rock & Songwriter CD Tipp: Mountain Goats - The Life Of The World To Come (Ein Album, das die ganze Zeit über fesselt. Neben den wunderbar ruhigen Piano Stücken gibt es rockige Passagen mit trocken knackig aufgenommener Perkussion, lebensnah, mit viel Weisheit, von Liebe und Schmerz durchflutet sind die Songs von John Darnielle, kreativer Kopf, Sänger und Gitarrist der Band komponiert und mit eindringlicher Stimme gesungen. Die zwölf Songs tragen allesamt Namen von Bibelversen und John Darnielle nutzt diese biblischen Stellen als Erzählrahmen für seine eigenen Geschichten, die oft mit viel Schmerz verbunden sind, aber auch sonnigen Optimismus versprühen. Ein wahrlich göttliches Album!)



World CD Tipp: Ceu - Vagarosa (Einen atemberaubenden Mix aus Samba-Poesie, Trip-Hop und Electronica bringt die sinnliche Sängerin auf ihrem 2. Album und »Vagarosa« ist verspielt-erotisches Ohrenkino: Anachronistische Keyboards verzwirbeln sich mit Scratches und Reggae-Riddims, ein wenig Surfrock blitzt in den Stromgitarren auf, eine Jazztrompete stolziert über Rockdrums, eine verlorene Melodica hallt durch den Raum. Dazu Céus bezaubernde Stimme, als tropische Vokalkosmonautin in Szene gesetzt. Moderne brasilianische Musik und faszinierende Sounds!)



Pop CD Tipp des Monats: Hope Sandoval & The Warm Inventions - Through the devil softly (Auf dem zweiten Album von Hope Sandoval & The Warm Inventions verdichtet sich deren geheimnisvolle akustische Aura endgültig zu zeitloser Schönheit. Ein ungemein atmosphärisches, narkotisierendes Werk mit elf gleichwertigen Songs, die wie bunte Blätter im Herbstwind traurige Abschiedswalzer tanzen und einem im Herzen gefangen nehmen und nicht wieder loslassen. Hope Sandoval bleibt die Meisterin träumerisch gehauchter Balladen und The Warm Inventions verstehen es ausgezeichnet, ihre zarte Stimme in edles instrumentales Satin zu betten. Durch leise Zurückhaltung betonen sie deren Sinnlichkeit und setzen wo angebracht dezente Akzente mit viel Liebe zum Detail! A record to die for...)



Pop CD Tipp: Kings Of Convenience - Declaration Of Dependence (»Declaration Of Dependence«, der dritte Longplayer der Kings Of Convenience, ist aus einer ganzen Reihe von Gründen ein hervorragendes Album. Zum einen fühlt sich Eirik Bøe genauso wohl dabei, über die »ernsthaften Gedanken« seiner Musik zu sprechen und dabei gleichzeitig über ihre »hochintellektuellen Bossa Nova«-Momente zu lachen, während sein Partner Erlend Øye ganz eindeutig begeistert davon ist, »die rhythmischste Pop-Platte aller Zeiten« aufgenommen zu haben, »die ganz ohne Percussion und Drums auskommt«. Zum anderen gibt es niemanden, der Platten produziert wie diese beiden. »Als wir anfingen, hatten wir Angst davor, wie andere Künstler zu klingen«, erzählt Erlend. »Aber heute fühlen wir uns ziemlich einzigartig.«)

CD Jazz, Blues & Soul Tipp: Ndidi O - move together (Eine Stimme, die den Blues mit der Stimme eines Engels von der Straße singt: rauchig, nuanciert, voller Gefühl. Eine Stimme, die sowohl im Jazz als auch im Blues zu Hause ist, die vom Folk zum Chanson zum Country wechseln kann, oder wohin auch immer, und das mit Leichtigkeit. Eine süße, starke Stimme, die extreme Emotionen ausdrücken kann. Eine komplexe, rätselhafte Frau, deutsch-nigerianischer Abstammung, die in British Columbia (Canada) geboren wurde, und die mit ihrem europäischen Debüt Move Together die Essenz ihres magischen Talents zeigt!)

CD Jazz Tipp: Tingvall Trio - Vattensaga (Auf »Vattensaga« (dt. »Wassersage«) hat der Schwede 13 neue Perlen mit seinen Hamburger Mitstreitern, dem gebürtigen Kubaner Omar Rodriguez Calvo (Kontrabass) und Jürgen Spiegel (Schlagzeug) erarbeitet. Geschichten rund um das Grundelement Wasser, seine Kraft, Magie und seinen Zauber bestimmen die fast filmisch angelegten Kompositionen. Sinnlicher und stellenweise poppiger, aber auch sehr dynamischer Jazz mit rhythmischem Drive und schönen Kompositionen!)

CD Tipp: David Sylvian - Manafon (Auf Manafon folgt Sylvian dem Konzept einer modernen Art von Kammermusik. Intim, dynamisch, gefühlsgeladen, demokratisch, ökonomisch. Sylvians Stimme war nie davor so dominant und eindrucksvoll und klangvoller Tenor und sein bedachtes Vibrato fesseln den Hörer vom Beginn an. Intuition und Überraschungen sind die Wege, die Sylvian und seine Gäste (Künstler, die die Möglichkeiten der freien Improvisation, der Ambient Performance und Live-Electronics erforschen) für diese Stücke beschritten haben. Hinzu kommt ein exquisites Artwork das die CD umkleidet. Ein ganz spezielles Kunstwerk!)

CD Tipp: Susanna & The Magical Orchestra - 3 (Susanna And The Magical Orchestra kommen aus der grenzenlosen Weite der norwegischen Wälder geschwebt. Sie haben ihre Musik in der Einsamkeit komponiert, in Melancholie getaucht.Knistern, elegante Soundgemälde, epische Sphären schleichen aus dem Nichts hervor, züchten einen undurchsichtigen Nebel. Wallumrøds Stimme, ihr ausdrucksstarker Gesang, fügt sich in diese Malereien ein. Unwirklich, unnahbar schwebt sie über den Sounds, schwingt sich in dramatische Höhen empor, um bald darauf wieder auf Zehenspitzen zu entschwinden. Geheimnisvoll und intensiv!)

CD Tipp: Brian Blade - Mama Rosa (Der Schlagzeuger von Wayne Shorter, Bob Dylan und Joni Mitchell zeigt sein anderes Gesicht: Brian Blade präsentiert einfühlsame Singer / Songwriter-Originals zwischen Folk, Country und spiritueller West Coast-Americana. In den dreizehn Songs von »Mama Rosa« singt er von seiner Familie und anderen Personen, die ihm nahestehen, sowie von Reisen. Die organische musikalische Palette gibt Brian Blade Gelegenheit, seine diversen Talente zu zeigen: sei es an der akustischen Gitarre oder auf dem Piano, sei es am Schlagzeug oder als Sänger. Entspannung pur!)

CD World-Tipp: Bebe - Y (Mit rauchiger Stimme präsentiert die Spanierin stimmungsvolle Songs, mal melancholisch mal lebhaft, ein schönes sehr akustisches Album.)

CD Rock-Tipp: Wilco - The Album (Es ist ihr siebtes Album, und nach Meinung vieler ihr bestes. 11 Songs kennzeichnen ein Album, das so ausgeglichen und homogen und dabei so abwechslungsreich und divers ist, wie es eigentlich nur Wilco zustande bekommen. Selten aber wirkte ein Album so leichtfüßig und schwerelos wie »Wilco – The Album«, das trotzdem über eine Fülle von unterschiedlichen Klängen und einer immensen emotionalen Tiefe verfügt!)

Audiophiler CD-Tipp des Monats: Mara & David - Once we were gods (Mara & David sind mehr als ein ausgezeichnetes Songwriter / Singer Duo. Mit ihrem zweiten Album Once We Were Gods zeigen die Sängerin und der Gitarrist eine ganz eigene Mischung aus Pop, zeitgenössischer Weltmusik, Jazz und Folk. Davids Gitarrenspiel kommuniziert filigran und gleichzeitig eindringlich mit Maras warmer, gefühlvoller und ebenso klaren Stimme. Maras Stimme ist in einem Augenblick eindringlich und fordernd, um dann mit einer Wärme daher zu kommen, die man einen Moment zuvor noch nicht vermutet hätte. Davids Gitarrenspiel ist so virtuos wie perfekt und vor allem immer auf der Höhe der Gefühlslage der Songs, denen er noch mindestens einen neuen Akzent hinzuzufügt. Audiophiles Mastering bei Pauler Acoustics in Northeim!)

CD Tipp: Sarah Jane Morris - Where it hurts (Ein lässiges, entspanntes, halbakustisches neues Album der 50 jährigen Sängerin mit dieser unverwechselbaren Stimme, changierend zwischen, Pop, Soul und Jazz.)

CD Tipp: Berry - Mademoiselle (Das Album Mademoiselle überrascht mit bittersüßer Ironie und klingt zart und ernst zugleich. Berry versteht es, auf sehr eigene Weise mit Worten und Gefühlen zu spielen. Die Kompositionen der 12 Songs auf Mademoiselle stammen von der französischen Jazz Musikerlegende Manou, der Berrys Reime mit subtilen, eleganten Popmelodien vertonte, und ihnen ihre Leichtigkeit verleiht.)

CD Tipp: Tina Dico - A Beginning, A Detour, An Open Ending (Die dänische Songwriterin präsentiert mit ihrem Stimmvolumen und mit intelligenten Texten einen auf drei EPs verteilten Songzyklus. Intensiv und mit ganz eigener Identität. Nach Count To Ten ein weitere Volltreffer!)

CD Tipp: Mayra Andrade - Storia, Storia (Liebeserklärungen an die Kapverden, wo sich die Traditionen der afrikanischen Inseln mit brasilianischer Leichtigkeit und verführerischem Flamenco vermischen. Paradiesisch!)

CD Tipp: Simone White - Yakiimo (Produziert von Mark Nevers (Lambchop, Bonnie Prince Billie) präsentiert sich Yakiimo im warmherzigen Sound. Schmachtende Geigen und ein unaufdringlicher Standbass begleiten das akustische Gitarrespiel der Sängerin, die mit verhaltener Stimme wundersame Geschichten vom Erwachsenwerden zum Besten gibt. Ob es um den Verlust kindlicher Unschuld geht wie im Train Song oder das Ende einer Liebe wie in Without A Sound, ihre Lieder sind immer von einer Sehnsucht und Melancholie getragen, die mit Fortdauer in eine rätselhafte Schwerelosigkeit abgleitet. In ihrer zerbrechlichen Schönheit erinnern A Girl You Never Met oder Let The Cold Wind Blow nicht zufällig an die ätherischen Folkweisen eines Nick Drake, während sich in Bunny In A Bunny Suit ihre zarte Stimme zeitweise gänzlich zu verflüchtigen droht. Am Ende wird selbst W.C. Handys polternder St. Louis Blues in eine stimmungsvolle Ballade verwandelt, ein betörender Abschluss für ein rundum bezauberndes Album!)

CD Tipp: Sophie Hunger - Monday's Ghost (Sophie Hunger produzierte ihr Debütalbum »Sketches On Sea« in Eigenregie und verkaufte davon, ohne die Promotionsmaschine einer großen Schallplattenfirma, einige tausend Exemplare und wird laut Journalie zum bestgehüteten Geheimnis der Schweizer Musikszene. Ihr neues Album »Monday’s Ghost«, obwohl in einem Studio produziert, hat immer noch etwas von der Ungeschliffenheit und Direktheit ihres ersten Albums. Die Songs erzählen keine Geschichten im herkömmlichen Sinne, sondern reflektieren Impressionen. Was Sophie Hunger aus dem anschwellenden Meer der zeitgenössischen Songschreiberinnen hervorhebt, ist zum Beispiel die Kombination von Integrität und Reife!)

CD Tipp: Kristin Asbjörnsen - The Night Shines Like The Day (Ihre ausdrucksvollen und faszinierend schönen Songs, die überwiegend sehr ruhig und zugleich dennoch intensiv sind, spiegeln die vielfältigen musikalischen Erfahrungen wider, die die 37jährige im Laufe ihrer rund fünfzehnjährigen Karriere machte. Asbjørnsens Musik enthält - in immer wieder neuen Zusammensetzungen - Elemente von Jazz, Folk, Blues, Rock, Pop, Gospel, Spiritual und afrikanischer Musik. Und ihre oftmals rau klingende Stimme steht dabei in reizvollem Kontrast zu den sanften, wunderschönen Melodien!!)

CD des Monats: Iggy Pop - Préliminaires (Préliminaires ist ein merkwürdiges Mosaik verschiedenster Dinge, ein melancholisches, düsteres Experiment. In bemühtem Französisch säuselt Iggy Pop Les Feuilles Mortes, die frankophone Variante des Jazz-Klassikers Autumn Leaves, ins Mikrofon. Vorsichtig, ganz vorsichtig schleichen sich im Hintergrund Perkussion und Congatrommeln an. Erst, als Gesang und die nach und nach einsetzenden Instrumente eine Ebene erreichen, wird die Bühne für ein Klarinettensolo geräumt. Ein Houellebecq-Text zur Gitarre, ein Bossa-Nova-Stück von Antônio Carlos Jobim, eine französischsprachige Version des Jazz-Klassikers Autumn Leaves, ein räudiger Blues-Stomper wie man ihn eher von Nick Cave erwartet hätte und ein paar Stücke, die all das zu verbinden suchen. Das Album markiert sicherlich einen überraschenden Schwenk in Pops Karriere, ein erster Versuch hin zum Alterswerk? Die Stimme und auch die fast durchweg ruhigen Songs faszinieren. Iggy Pop scheint es ernst zu meinen mit dem Jazz!!)

CD Tipp: Lhasa - Lhasa (Das an Folk und Blues angelehnte Album befleißigt sich einer so unendlich melancholischen Langsamkeit, wie sie sich heutzutage kaum noch jemand leistet. Zauberhafte Gitarren, ein weit entfernter Bottlenecksound, Pedal Steel, Piano, Harfe, dezentes Schlagwerk, meist sanft mit dem Besen über die Drums gepinselt, das war's. Lhasas tiefe und melodische Stimme, die stark an Lila Downs erinnert, passt exakt zu diesen leisen Tönen. Die englischen Texte, die pure und schnörkellose Produktion und diese unendlich traurigen, sanften Lieder, weit weg von jeder Weinerlichkeit, sind von einer blauen Tiefe, einer kristallenen Klarheit und einem samtschwarzen Seelenschmerz, dass man schreien könnte. Traumhaften Melodien und produktionstechnische Spielereien wie Reminiszenzen an Tom Waits und nostalgische Blues-, Gospel-, Folk- und Country-Elemente machen die Sache rund. Faszinierend, hypnotisch, schön!!)

CD Tipp: Sara Tavares - Xinti (Sara Tavares kam 1978 als Kind kapverdischer Eltern in Lissabon zur Welt. Und diese Einflüsse spiegeln sich in ihrer Musik wieder. Auf ihrem neuen Album Xinti (Fühl es) vermischt Sara Tavares Pop, Soul, Jazz, die Morna der Kapverdischen Inseln, portugiesischen Fado und afrikanische Rhythmen zum unverwechselbaren Personalstil, und ihre Songtexte in der Muttersprache Crioulo (mit Lehnworten aus dem Englischen und Französischen), Portugiesisch und dem urbanen Straßen-Slang unserer Tage weisen sie als multikulturelles Geschöpf im Zeitalter der Globalisierung aus. Magisch schön mit teilweise funky groovender Perkussion!!)

CD Tipp: Daby Touré & Skip McDonald - Call my name (Was für die beiden als Jam begann, wurde um einige Jams erweitert, und endete in dieser EP. Dabys Wurzeln liegen in Westafrika, Skips Biotop ist der Blues, er ist besser bekannt unter seinem Projektnamen Little Axe, und zusammen machen sie Pop und zwar Grooves mit Ethno-Färbung und dies mit einer herrlichen Gelassenheit basierend auf einem Rhythmusteppich zwischen Reggae und Blues. Großartig und leider mit 6 Stücken viel zu kurz geraten!!)

CD Tipp: L´arc six - In every detail (Gemeinsam mit dem Jugendchor der Landesschule Pforta und der Anhaltischen Philharmonie Dessau hat L´arc six ein traumhaftes Album aufgenommen. Stimmige Instrumentalfragmente lösen sich ab mit wunderbaren Melodiebögen getragen von der anmutigen Stimme von Cristin Claas und den großartigen Instrumentalisten um Cristoph Reuter und Stephan Bormann vom Cristin Claas Trio. Ein außergewöhnliches Werk!!)

CD des Monats: Alony - Dismantling Dreams (Alony mischen hier akustische und elektronische Elemente zu originellen Sounddesigns, die gezielt von aktuellen Konzepten der Popmusik beeinflusst sind. Eingebettet in diese abenteuerlichen Soundscapes gewinnt Efrats faszinierende Stimme eine neue, fundamentale Klarheit und eine emotionale Tiefe. Sie ist eine Musikerin von eigensinniger Raffinesse, liebt die Verschmelzung von Elementen aus Jazz, Rock und elektronischer Musik und verleiht diesem Sound mit persönlichen Texten und dunkler Altstimme ein großes Maß an Individualität (BR)!!)

Jazz-CD des Monats: Youn Sun Nah - Voyage (Youn Sun Nah ist alles andere als eine typische Jazzsängerin. Sie bewegt sich nicht auf bekannten Pfaden, sondern beschreitet mit ihrer unglaublich vielseitigen Stimme und ihrer starken Ausstrahlung einen ganz eigenen Weg. Neben fünf Eigenkompositionen von Youn Sun Nah stehen Cover-Versionen von Tom Waits, Nat King Cole, Egberto Gismonti und anderen!!)

CD Tipp: Dota - Schall & Schatten (Ihre neue CD hat Dota Kehr (Die Kleingeldprinzessin) in Sao Paulo zusammen mit Chico Cèsar aufgenommen und sie beschreibt wieder die kleinen Dinge des Alltags, kritisch und so wunderbar akustisch und melodisch, dass sie einem in die Ohren kriechen und diese nicht wieder verlassen wollen. Herrlich schwerelos!!)

CD Tipp: Kari Bremnes - Ly (Ly bedeutet Schutz, und die elf brandneuen Songs der einzigartigen Sängerin von den Lofoten sind voll detailverliebter Alltags- und Seelenbeobachtungen – Inseln der Wärme in kalter Winterlandschaft, durch die man Kari Bremnes auf dem Cover wandeln sieht. Die Norwegerin schwelgt in majestätischer Melancholie und ihre wundervolle Stimme hat auf »Ly« ihre Ausdruckspalette nochmal um einige spannende Nuancen erweitert. Unerreicht und schlicht ein Traumwerk!!)

Pop-CD des Monats: Soap & Skin - Lovetune for Vacuum (Die 13 tief melancholischen Stücke aus Piano, klackernder Elektronik und dieser mal hauchenden, mal heulenden, aber immer unbeschreiblichen Stimme sind auf dem Debütalbum von Soap & Skin von einer spannenden Schönheit und Anmut, dass man förmlich hineingezogen wird in dieses musikalische Labyrinth. Die Kompositionen erinnern an die ebenso gespenstische Welt einer Kate Bush!!)

CD-Tipp: Muriel Zoe - Flood (Auf ihrer neuen CD geht Muriel Zoe ganz neue Wege weg vom Jazz und hin zum Pop und es entstanden elf zerbrechlich feine Songs mit wunderschönen Folk-Pop-Melodien in leichter Schräglage. Etwas melancholisiert traumwandeln sie durch ein fein instrumentiertes Midtempo, begleitet von dieser Stimme, die einen berührt und von der man sich gerne führen lässt!!)

CD-Tipp: Cassandra Wilson - Closer to you (Mit Closer To You: The Pop Sides erweist Blue Note Records im Jahre des 70. Label-Jubiläums Cassandra Wilson mit einer formidablen Zusammenstellung ihrer schönsten Coversongs die Ehre. Ihre dunkle Stimme vibriert vor einer voluminösen Sinnlichkeit. Songs von graziler und hypnotischer Anmut!!)

CD-Tipp: Anna Ternheim - Leaving on a mayday (Anna Ternheim hat sich auf ihr außergewöhnlich persönliches Songwriting und ihre unverwechselbare Stimme fokussiert. »Leaving on a Mayday« ist die konsequente Weiterentwicklung einer der spannendsten Künstlerinnen des Genres. Die Produktion ist reduziert und lässt Raum für das Wesentliche der Songs: Geschichten auf jene so intime und melancholisch-schöne Art und Weise zu erzählen, wie es nur Anna Ternheim kann.!!)

CD-Tipp: An Pierle - Singles & Rarities (Die 33-jährige An Pierle klingt mal zart, verträumt und zerbrechlich wie eine Elfe, dann wieder schneidend, intensiv und immer voller Dramatik. Verglichen wird Pierlé beinahe selbstverständlich mit großen Diven wie Kate Bush, Björk, Tori Amos oder sogar mit Nina Hagen. Trotz aller Vergleiche und Vorpics besitzen An Pierlé und ihre Songs so viele eigene emotionale Stärken, für die sie Anerkennung und Erfolg auch weit außerhalb ihres Heimatlandes Belgien verdient. Die Konzertentdeckung des Jahres 2008!!)

Jazz-CD des Monats: Uli Kringler - Cafe Cinema (Solostücke, Duette mit Kontrabass und Vibraphon, und einige umfangreich instrumentierte Stücke finden sich auf diesem Soundtrack for an imaginary Movie des Hamburger Gitarristen und Filmmusikkomponisten Uli Kringler. Sein Gitarrenklang bleibt auch in virtuosen Momenten stets herrlich entspannt und transparent diese wunderschönen Lieder sind enorm eindringlich, bildhaft und von großherziger Weite. Stilistisch ist das eine Art Folk-Jazz und einfach wunderschöne Musik!!)

CD Tipp: Triska - Spring forward, fall back (Heidi Triska singt mit herrlich unschuldig-verrucht verrauchter Stimme, zusammen mit Gerald Huber zaubert sie mit südländischer Leichtigkeit Lieder aus Folk, Country und Chanson und federleichte Melodien mit stellenweise etwas gewichtigen, aber stets hoffnungsvollen Texten. Rein und klar klingen das Piano und die Gitarre, hier mal ein Saxophon dazu, dort ein wenig Flöte und Klarinette - viel mehr braucht Triskas Musik nicht, um zu wirken. Ein wunderbar audiophiler Soundtrack für die kühlen Wintertage!!)

CD des Jahres 2008: Jun Miyake - Stolen from strangers (Filigrane Klangstrukturen, durchzogen von dezenten Samples, mit englischen, portugiesischen, französischen, bulgarischen und japanischen Texten, in musikalisches Sammelsurium, Ohren-Kino und Sound-Zirkus, perfekt inszeniert mit illustren Gästen wie Arto Lindsay, Lisa Papineau, Vinicius Cantuaria oder Dhafer Youssef! Soundskulpturen von zeitloser Schönheit!!)

Pop CD Tipp des Monats: Antony & The Johnsons - The Crying Light (Auf dem neuen Album überwiegen Balladen, die in kammermusikalischer Besetzung mit Klavier, Cello, Geigen und akustischen Gitarren sparsam eingespielt wurden,über allem schwebt die wunderbare Kopfstimme von Antony Hegarty. Die Songs sind durchgehend sehr melancholisch und schlicht umwerfend. Popmusik auf ganz hohem Niveau!!)

Jazz CD Tipp des Monats: Cyminology - As Ney (Auf ihrer ersten CD bei ECM, aufgenommen in den legendären Rainbow-Studios in Oslo unter der Leitung von Soundmagier Jan Erik Kongshaug,spielen Cyminology einen charismatischen und aufregenden Mix aus atmosphärischem Jazz und persischer Folklore. Darüber entfaltet sich Cymin Samawaties seelenvoll dunkle Stimme in den gesungenen Rezitativen persischer Lyrik. Einzigartig in der deutschen Jazzlandschaft!)

CD Tipp: Heather Greene - Sweet otherwise (Ihre bittersüßen, oft mit einem Schuss Ironie und Sarkasmus gewürzten Kompositionen zwischen Pop, Electro, Jazz, Folk und Country erstrecken sich von sanft getupften Melodienbögen und filigran instrumentierten, melancholischen Stücken bis hin zu erdigen Rhythmen und pulsierenden Bassläufen.)

CD Tipp: Sara K. - Made in the shade (Veröffentl. 05.02.2009) (Nach dem Live Solo Album ihrer letzten Tour in Deutschland nun der definitive Schlussakkord in Sara K.s Karriere. Denn Sara K. zieht sich zurück aus dem Musikbuisiness und hinterlässt uns mit diesem letzten Studio Album in gewohnt klanglicher Perfektion aus dem Hause Stockfisch ein wunderschönes, leuchtendes, leidenschaftliches Werk, untermalt mit teils exotischen Instrumenten und einer Konzertharfe. Der Titelsong ist dem verstorbenen Chris Jones gewidmet, einem musikalischen Weggefährten und Seelenverwandten. Wir werden SIE vermissen!!)

CD Tipp: Emily Jane White - Dark undercoat (Ihre entspannten Folksongs sind einzigartige emotionale Perlen akustischer Kammermusik mit magischer Atmosphäre, die fast allein mit Gitarre, minimalistischen Klaviermelodien und ihrer fragilen Stimme vorgetragen werden!!)

CD Tipp des Monats: Sarah Jane Morris - Migratory birds (Vorwiegend nur von Ausnahmegitarrist Marc Ribot (Tom Waits)begleitet, mit einer Stimme, knarzig und rau, sanft schwingend, lebenserfahren und von altersloser Schönheit, legt Sarah Jane Morris ein Cover-Album von unglaublicher Intensität und Wohlklang vor, das einen gefangen nimmt und nicht wieder los läßt. Album des Jahres? Yes it is!!)

CD Tipp: Katharina Franck - On the verge of an autobiography (Ein fast akustisches Album mit wunderschönen Melodien, manchmal sperrig, sehr direkt und auch hypnotisch. Katharina Franck ist da ein bewundernswerter Wurf gelungen, der in diesem Lande im Bereich Songwritertum souverän auf ganz hohem Niveau liegt. Interessante, ja tolle CD!!)

CD des Monats: Rokia Traore - TCHAMANTCHE (Sparsam instrumentierter Blues, minimalistische elektrische Gitarren-Riffs, garniert mit traditionellen afrikanischen Instrumenten. Wie ein ruhiger Fluß ziehen die Lieder dahin, um dann lansam Fahrt aufzunehmen. Umwerfende Klänge der großartigen Sängerin aus Mali!!)

Pop-CD des Monats: Ofrin - On shore remain (Moderne Musik, die an Portishead oder an Goldfrapp erinnert, prägt den Sound dieser deutsch-israelischen Formation um die Sängerin Ofri Brin und das musikalische Allroundtalent Oded Kaydar. Dieser Avantgarde Pop lebt von der samtigen, mit einer schier unglaublichen Klangfülle ausgestatteten Stimme Ofrins und der harmonischen Tiefe der Songs. Geheimtipp!!)

CD des Monats: Marianne Faithful - Easy come easy go (Mit Hilfe einer ganzen Heerschar von Gästen wie Keith Richards, Rufus Wainwright, Jarvis Cocker und Cat Power wagt sich Faithfull an geschmackssicher ausgewählte Songs aus 60 Jahren Popmusikgeschichte, bei den meisten Stücken mit großer Jazz-Backingband ausgestattet. Die CD erscheint im Übrigen als einfaches Album mit zehn Songs, aber auch als Deluxe-Version mit acht zusätzlichen Tracks und DVD, die eine Dokumentation über den Aufnahmeprozess des Albums enthält.)

Soul-CD des Monats: TOK TOK TOK - She and he (Die samtweiche dunkele Stimme von Tokunbo Akinro und soulige Grooves made in Germany prägen den Sound dieser erweiterten Besetzung von Tok Tok Tok. Relax and get with it!)

Diverse Interpreten - Sorgen og Gleden (Lieblingskirchenlieder der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Dass Mette-Marit ein Faible für Musik hat, wusste man in Norwegen schon länger, dennoch war es eine schöne Überraschung, als die norwegische Kronprinzessin die Einladung annahm, für das renommierte Label Kirkelig Kulturverksted eine Sammlung ihrer Lieblingskirchenlieder zusammenzustellen. Ihre Königliche Hoheit hat dafür elf Künstler und Lieder ausgewählt, sie war außerdem bei den Aufnahmen als Produzentin zugegen (zusammen mit Erik Hillestad) und half, das schöne CD-Cover zu gestalten. Das Album mit Künstlern wie u. a. Pål Angelskår (Minor Majority), Maria Solheim und Kari Bremnes erreichte Platz eins der norwegischen Charts. Die Erlöse kommen der kirchlichen Stadtmission zugute.)

So. Weiss - Happiness for a Moment (Fein arrangierte Songs aus der Feder der Halb-Amerikanerin Susanne Folk, die in der Lage sind, ein Pop-Publikum für sich zu gewinnen, aber dem Hörer – dank Kristiina Tuomis Stimme, die problemlos zwischen fragil und dunkel rauchig wechselt – die so oft vermisste Authentizität versprechen. Als Fundament: Roland Fidezius' warmer Kontrabass, mal mit großzügigem Strich, mal jagend gezupft, steht immer im angeregten, vertrauten Zwiegespräch mit den Vocals und dem Saxophon.)

Lila Downs - Shake away (Seit den neunziger Jahren entwickelt Lila Downs einen ganz eigenen Latin-Sound mit Elementen aus ihrer indianischen Musikkultur. Sie schlägt Brücken zwischen traditionellen Rhythmen und nostralgischen Walzern hin zu Rock-Gitarren und Woody Guthrie-Blues. Kein Zweifel: die mit dem Latin-Grammy preisgekrönte Lila Downs gehört zu den aufregendsten Sängerinnen der Gegenwart.)

Abdullah Ibrahim - Senzo (Die Harmonien, die er spielt, sind schön, einfach schön, ja sie strahlen Ruhe aus. Abdullah Ibrahim, 73 Jahre, ist eine der letzten großen Jazzlegenden, geboren in Kapstadt, Südafrika. Die Aufnahme seines jüngsten Albums SENZO, ein Name, der auf seine Herkunft verweist, entstand in Deutschland.)

Ayo - Gravity at last (Die Songs bestechen durch eingängige Melodien und mitreißendem Rhythmus. Ayos samtweiche Stimme berichtet von Dingen, die sie schockieren. Von der korrupten Welt und der Politik.)

Marianne Dissard - L'Entredeux (Mit dunklem Timbre vorgetragene Chansons treffen auf den Wüstenrock von Calexico.)

Lucinda Williams - Little Honey (Mit unverkennbarer rauchiger Stimme interpretiert Lucinda Williams großartige Rocksongs mit ganz viel Gitarrensounds.)

CD des Monats: Lambchop - Ohio (Kurt Wagner und seine Band bringen mal wieder eine wunderbar entspannte Song- Kollektion in unsere Stuben, die ihresgleichen annähernd wohl nur noch über die Darbietungen der Tindersticks finden! Große Pop-Songs and a record to die for!!!)

Weltmusik CD Tipp des Monats: Adjiri Odametey - Etoo (Eine erdige warme Stimme und poetische Songs, instrumentiert mit traditionellen Instrumenten aus Afrika, die ganz entspannt gespielt einen ganz eigenen Charme entwickeln und dies auf den Spuren von Habib Koité.)

Pop CD Tipp des Monats: Emiliana Torrini - Me and Armini (Spartanisch-minimalistischer Akustik Pop mit abwechslungsreichem Stil- und Liedgut dicht auf den Fersen von Björk. Lebendig und wunderschön!)

Rock CD Tipp des Monats: Calexico - Carried to dust (Sanft weht die Mariachi Trompete den Wüstenstaub vor sich her bis dann Joey Burns Stimme fast flüsternt den Raum erfüllt und cineastische Landschaften zeichnet. Schlicht großartig!)

Indie CD Tipp des Monats: Brendan Adams Trio - 17 Eternities (Soulig, sanft, rockig, sinnierend... Südafrikanische Melancholie fern ab von afrikanischen Wurzeln!)

CD Tipp: Walter Becker - Circus money (Sanft aber druckvoll wehen die ersten Klänge der 2. Solo-CD von Walter Becker (Steely Dan) aus den Boxen, ein herrlich entspannter, audiophiler, perkussiver Mix aus Pop, Jazz und Reggae, wunderbar instrumentiert und kühl gesungen, ein Kleinod der Popmusik. CD des Monats oder vielleicht schon jetzt CD des Jahres?!)

Weltmusik CD Tipp des Monats: Wasis Diop - Judu Bék (Mit sonorem Gesang vorgetragene stimmungsvolle Balladen, die in tiefer Emotionalität schwelgend zu wundervoll poetischen Popsongs mit Ohrwurmcharakter werden. Audiophile Kleinode!!)

Weltmusik CD Tipp: Rajery, Sissoko & El Maloumi - 3 MA (Ein kulturübergreifendes Zusammenspiel aus Madagaskar, Mali und Marokko. Drei Künstler auf der Valiha, Kora und Oud mit entspanntem, flirrendem Saitenspiel. Absolut hörenswert!!)



CD Tipp des Monats: Jakob Dylan - Seeing things (Auf den Spuren des übermächtigen Vaters legt Jakob Dylan ein beachtenswertes Singer/Songwriter Album vor, karg in der Instrumentierung, produziert von Rick Rubin. Wirklich beeindruckende Songs des Wallflowerfrontmans...)

CD Tipp: Cristin Claas - Paperskin (Wunderbar poetische Lieder, mit klarer Stimme vorgetragen und auf höchstem Niveau instrumentiert...)

Weltmusik CD Tipp des Monats: Rupa & The April Fishes - Extraordinary Rendition (...)

Weltmusik CD Tipp: Omara Portuondo & Maria Bethania (Omara und Bethânia sind in einer Art und Weise Schwestern und Töchter der selben schwarzen Rasse, die den Prozess der Sklaverei erlitt und Musik und Sounds von ähnlicher Komplexität erschufen. Zusammen kreieren sie jetzt das Treffen dieser zwei musikalisch wie siamesische Zwillinge anmutenden Gruppen von Brasilianern und Kubanern. Sie singen brasilianisch und kubanisch, und immer um zu sehen, dass sie sich in konstanter Interaktion befinden. Omara Portuondo und Maria Bethânia sind zwei Sängerinnen, die über die letzten Jahrzehnte zu starken schwarzen Frauenpersönlichkeiten geworden sind und bekannt sind, für ihre Erbe zu kämpfen...)

Songwriter CD Tipp des Monats: Joan As A Police Woman - To Survive (Tolle Stimme und außergewöhnliche Songs...)

Jazz CD Tipp des Monats: Cassandra Wilson - Loverly (Die grande madame des Jazz mit einer sehr lebhaften, perkussiven Interpretation von Jazzstandarts...)

CD Tipp: Katja Werker - Dakota (Eine der besten Songwriterinnen in diesem Land mit einer sehr modernen Sammlung von Songs, die unter die Haut gehen...)

Instrumental CD Tipp des Monats: Bill Frisell - History, Mystery (Ein weiteres Meisterwerk dieses großartigen und vielsaitigen Gitarristen...)

CD Tipp: Kerstin Blodig - Nordisk Sjel (Nordic Soul) (...)

Brasil CD Tipp des Monats: Lygia Campos - Meu Nome e Brasil (...)

CD Tipp der Woche: Tindersticks - The hungry saw (The Hungry Saw steht für den Sound einer Band, die nicht nur einfach ein neues Album herausbringt, sondern mit diesem grandiosen Werk ihre Stellung im musikalischen Adel unterstreicht. Klassisch melancholische Sounds treffen auf Stuart A. Staples clevere Texte und wohlige Stimme, und der verführerische Uptempo-Sound wickelt einen um den kleinen Finger. In jedem Track spiegelt sich die ungemeine Spielfreude der neu aufgestellten Band wieder und lässt uns dabei die unglaublich musikalische Leidenschaft der Tindersticks wiederentdecken. Einzigartig!!)

CD Tipp der Woche: Steve Winwood - Nine lives (Neun Lebenszeichen des mit einer ganz eigenen Soulstimme ausgestatteten Winwood (Traffic, Spencer Davis Group), der auf seinem großartigen neuen Album »Nine Lives« weiter seinen ehrgeizigen und innovativen Weg durch die Genres Soul, Rock, Blues und Worldmusic beschreitet..)

CD Weltmusik- Tipp der Woche: Le Trio Joubran - Majaz (Die drei Brüder aus Ramallah im Westjordanland lassen auf ihrer 2. CD ihre entspannte Musik um die Oud, die arabische Laute kreisen, unterstützt nur von dezenter Perkussion.)

CD Tipp: Dota & Die Stadtpiraten - In anderen Räumen (Live) (Ganz neuer Live Mitschnitt der tollen Berliner Band um die Songwriterin Dota Kehr, auch bekannt unter dem Pseudonym die Kleingeldprinzessin. Sie mischen einzigartig Bossanova, Gitarrenpop und südamerikanisches und die Verse über die großen, kleinen und verstrickten Gefühle und Situationen des Alltags sind voll von Wortwitz und Binnenreimen. Dabei haben die Songs immer noch ein Stückchen der Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit von Straßenmusik bewahrt.)

CD Jazz- Tipp: Melody Gardot - Worrisome Heart (Die entspannten, leicht verträumte Jazz- und Bluesstücke der in New Jersey/USA geborene Sängerin und Songschreiberin schaffen eine beeindruckende Atmosphäre. Beeindruckend ist auch die Tatsache, dass Melody Gardot im Krankenhaus zur Musik kam. Als 19-Jährige hatte sie bei einem Unfall schwere Kopf- und Beckenverletzungen erlitten. Seitdem ist sie auf einen Stock beim Gehen und eine dunkle Brille angewiesen, um sich vor zu starker Lichteinwirkung zu schützen. Als sie noch im Krankenhaus lag, riet ihr ein Arzt zu einer Musiktherapie. Bereits während des Klinikaufenthalts nahm Melody Gardot ihre ersten Songs auf.)

CD Weltmusik- Tipp: Ana Moura - Para Alem Da Saudade (Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme läßt sie die Leidenschaft und den Schmerz des Fado lebendig werden. Der Fado, der portugiesische Blues erlebt zurzeit eine Renaissance. Eine neue Generation von SängerInnen hat sich der Tradition des Fado angenommen und Ana Moura ist eine der bekannten Vertreterinnen des sogenannten neuen Fado, der sich für Außenseiter zwar kaum vom klassischen Fado unterscheidet, in dem aber andere Texte und Sujets eine Rolle spielen und andere Auftrittsformen gewählt werden. Ana Moura hat bereits zwei Alben aufgenommen, sie ist international aufgetreten und sogar Mick Jagger lud sie für ein gemeinsames Konzert ein. Eine Entdeckung ist Ana Moura auf jeden Fall, sie verfügt über eine ausdrucksstarke Stimme, zart und kraftvoll zugleich.)

CD Tipp der Woche: Beady Belle - Belvedere (This magnificent Norwegian offering deserves to be descovered big-time by fans of 4-Hero, Brand New Heavies etc. (...) Musically wide but well put together.(...) Discover!... Mit ihrem vierten Album Belvedere präsentieren Beady Belle aus Norwegen entspannte, soulhaltige Songs mit jazzigen Untertönen.)

Audiophiler CD Tipp der Woche: Toumani Diabaté - The Mandé Variations (Eine Ode an die 21-saitige Kora, ein Instrument, mit dem der Magier aus Mali unglauliche Klangwelten zaubert!!!)

CD Tipp: Adele - 19 (Die neue Soulprinzessin aus London: Mit herrlicher Reibeisenstimme vorgetragene Songs zwischen Soul, Pop & Folk auf den Spuren von Amy Winehouse.)

CD Tipp: Little Venus - Boots % Legs (Energiegeladener, stimmungsvoller Konzertmitschnitt des Schweizer Trios um die italienische Sängerin Irina Simoneta in ungewöhnlicher Besetzung mit Cello, Gitarren, Flöte und Perkussion.)

CD Tipp: Simone White - I´m the man (Wunderbar entspannter Folk & Pop mit eindringlicher Stimme und akustischen Fingerabdrücken vorgetragen!!!)

Audiophiler CD Tipp der Woche: Sara K. - Don´t I Know You From Somewhere? (Solo Live) (Sara K. war am 8.11.2007 im Rahmen ihrer Deutschland-Tour auch beim mdr in Leipzig zu einem Radiokonzert eingeladen worden. Günter Pauler zeichnete dieses Solo-Konzert von Sara K. für die Sendung bei mdr-Figaro auf. Publikum, Radiohörer, Sara K., alle waren begeistert: Diesen Mitschnitt des wunderschönen Konzerts im Leipziger Orchesterkubus, bringt Stockfisch als CD-Album heraus: Sara K., SOLO LIVE: 60 Minuten, 14 tracks, Saras Gesang und ihre viersaitige Gitarre! Die CD erscheint am 20.3.2008)

Jazz-CD Tipp der Woche: Triosence - When you come home (Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet, sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Triosence verarbeitet Einflüsse von Jazz, Fusion, Folk und Worldmusik ...und entfaltet diese im Kollektiv zu einem opulenten Klanggemälde...)

CD Tipp: Willy De Ville - Pistola (Auf seinem neuen Album mischt er erneut Rock, Soul, R&B, Blues und Cajun, veredelt seine Songs mit gewohnt ambitionierten Texten und seinem unnachahmlichen Gesangsstil und schafft es, seinen nie die mexikanische Herkunft leugnenden Songs durch perfekte Instrumentierung eine fast unsterbliche Ausstrahlung zu verpassen...)

CD Tipp: K.D. Lang - Watershed (Lang gleicht in jedem Detail den großen, klassischen Sängern der Fünfziger und Sechziger, die Country, Pop und Jazz gleichermaßen mit Stil und Überzeugung zu interpretieren vermögen -The Guardian-... www.kdlang.com)

Jazz CD Tipp: Cécile Verny Quartet - Amoureuse (Amoureuse verfeinert genau die Elemente, die das Ensemble seit Beginn einzigartig macht: Poetischer Swing, swingende Poesie, elegische Balladen, afrikanische Klänge und jazzige Zwischentöne... www.cecile-verny.com)

Jazz CD Tipp: Lizz Wright - The Orchard (Die Wärme und der volle Klang von Wrights gospelgeschulter Kontraaltstimme passen bestens zur Intimität und Autorität der meist selbstverfassten Songs und die stilistische Vielfältigkeit des Albums wird durch eine wirklich bunte Besetzung unterstüzt... www.lizzwright.net)

CD Tipp: Asa - Asa (The revelation of nigerian soul... www.asamusic.net)

CD Tipp: Cat Power - Jukebox (Special Edition) (Rauchig, düster, sanft, erotisch... so klingt die Stimme Chan Marshals, wenn sie ihre wunderbaren Coverversionen in ganz neuem, eigenen Gewand interpretiert. A record to die for! http://www.matadorrecords.com/cat_power/)

CD Tipp: Marlango - Electrical morning (Stark beeinflusst von der atmospherischen Musik von Tom Waits, geben die Sängerin Leonor Watling, der Pianist Alejandro Pelayo und der Trompeter Óscar Ybarra eine zweite Kostprobe ihrer nicht zuletzt dank der rauchigen Stimme von Leonor Watling hypnotischen Rockmusik made in spain... www.marlango.net)

Jazz Tipp der Woche: Myriam Alter - Where is there (Die belgische Komponistin Myriam Alter hat ein Album hervorgebracht, das unsere Träume zum Fliegen bringt, getragen von seelenvollen Melodien und anregenden Rhythmen, kogenial umgesetzt von Jaques Morelenbaum cello, John Ruocco clarinet, Pierre Vaiana soprano sax, Salvatore Bonafede piano, Greg Cohen bass und Joey Baron drums ... www.enjarecords.com)

CD Tipp der Woche: Raz Ohara & The Odd Orchestra (Entspannte, wunderbare Popperlen des Berliner DJs Raz Ohara mit Singer/Songwriterambitionen. Ein erster Anwärter in die Top 12 des noch jungen Jahres... www.myspace.com/razohara)

CD & Kino Tipp: I´m not there - Original Soundtrack (Die Musik zum Film (2 CDs) über Bob Dylan offenbart eine grandiose Schatzkiste mit Neuinterpretationen des Songbooks von Dylan! Interessante Kooperationen von Musiker fernab jeglicher Mainstreamambitionen. Der Film startet am 28.02.08 und Vorabinformationen gibt es unter www.tobis.de/ )

DVD Tipp: Ayo - Live at the Olympia (Gleich mehrere Abende in Folge begeisterte Ayo das Pariser Publikum im renommierten Olympia Theater. Vor insgesamt 3000 Fans präsentierte sie auf sehr charmante Art ihre persönlichen und fesselnden Songs aus dem Debütalbum „Joyful“, inkl. der Hits Down On My Knees und Help Is Coming... www.ayo.de)

Bergitta Victor - Je mehr (gebürtige Seychelloise, ist Bergitta Victor eine Musikerin mit kulturell heterogenem Background. Ihre Wurzeln liegen auch in Tansania, bis sie mit elf Jahren in die Schweiz zog. Gefühlvolle, und tiefgehende Jazz-, Soul- und R`n`B-Musik findet sich in ihren Songs wieder, die sie sowohl in englischer wie auch deutscher Sprache singt und komponiert... www.bergittavictor.com)

Natalie Gardiner - California (Natalies zweites Album ist so herrlich eigen, dass man es mühelos zwischen allem, was als NuSoul bezeichnet wird, erkennt. Soul abseits von belanglosen Mainstreamproduktionen)

Souad Massi - Acoustic (wunderbare, mit akustischen Instrumenten eingespielte Liveaufnahme der algerischen Ausnahmesängerin)

Boi Akih - Yalelol (Akustische Gitarre und Gesang mit indischen, indonesischen und holländischen Wurzeln auf ganz hohem Niveau... www.boiakih.com)

CD-Tipp der Woche: Vinicius Cantuária - Cymbals (Leichtfüßiger Bossa und Samba, mit akustischen Gitarren, Cello, Perkussion und dezenter Elektronik untermalt... www.vinicius.com)

CD-Tipp: Kari Bremnes - Reise (Live) (Kari Bremnes ließ bei ihrer letzten Tour die Bänder mitlaufen für ihr erstes Live-Album, und nun ist es da: »REISE« heißt es, was im Deutschen ebenso verständlich ist wie im Norwegischen – und viel schöner als der Titel der norwegischen Ausgabe: »LIVE«. Wie auch immer: Das Album macht sehr viel Spaß.
Songs, die die norwegische Singer/Songwriterin seit 20 Jahren begleiten, reihen sich harmonisch neben neue Vertreter: die berührenden Balladen aus der CD »SVARTA BJÖRN« ebenso wie die Vertonung von Munchs »Skrik«, der Langzeit-Klassiker »Hurtigrute« als Schlussnummer oder der wunderbar sehnsüchtige Neuling »You'd Have To Be Here« – neben »To Give You A Song« der einzige englische Beitrag.
... www.karibremnes.no/)

CD Entdeckung: Kenosha Kid - Projector (Elektrisierende Klänge, mal jazzig, mal rockig, teils zur Begleitung von Stummfilmklassikern gedacht.Der Gitarrist und Komponist der Musik erinnert in seiner Spielweise an Bill Frisell und trifft auf ein großartiges Ensemble, das gerade mal wieder in Europa unterwegs ist... Weitere Informationen unter www.kenoshakid.com und die CD gibt es nur im Eigenvertrieb oder bei Anfrage unter der Webadresse des Bassisten Roland Fidezius aus Berlin www.rolandfidezius.de)

CD-Tipp: Ron Spielman - Hilltop Garden (Zuletzt konnte man sich auch bei den Konzerten mit Heather Greene, deren Begleitband er und seine Mitstreiter bildeten, davon überzeugen, was für ein brillianter Gitarrist Ron Spielman ist. Auf seinem Soloalbum nun gibt es sehr individuelle, einfallsreich und audiophil produzierte, und mit eindringlicher und warmer Stimme vorgetragene Songs... www.ronspielman.de)

Audiophiler CD-Tipp (Acoustic): Susan Weinert - Tomorrows Dream (Filigrane Gitarrenklänge mit wunderbarer Bassbegleitung, klangtechnisch hervorragend abgemischt und gemastert von Jan Erik Kongshaug in den Osloer Rainbow Studios... www.susanweinert.com)

CD-Tipp (Soul): TOK TOK TOK - Reach out...&sway your booty (Live) (TOK TOK TOK sorgen stets für ein einmaliges Live-Erlebnis. Die warme Stimme von Sängerin Tokunbo Akinro schwebt über dem Soul von Drums, Bass, Fender Rhodes Piano und Saxophon.
Melodische Schönheit und ein kräftiger Groove gehen hier eine magische Verbindung ein! ... www.toktoktok.eu)

CD-Tipp (Acoustic): Mara & David - Sixteen Secrets (Sechzehn Geheimnisse nennt das in Dresden beheimatete Singer/Songwriter-Duo ihr Debütalbum. Kein Geheimnis ist dagegen die Kunstfertigkeit, der aus Mannheim stammenden Sängerin Mara von Ferne und des aus Freiburg kommenden Akustik-Gitarristen David Sick, die zusammen sowohl auf der Bühne als auch wie jetzt bei ihren Studioaufnahmen Stimme und Gitarre zu einer energiegeladenen Einheit verknüpfen, die selbst in den zartesten Momenten noch für knisternde Spannung bürgt.... www.mara-david.de/)

CD-Tipp der Woche: Susheela Raman - 33 1/3 (Coverversionen aus den Zeiten des Pop Vinyls, entspannt, mit wunderbarer Stimme und reduzierter Instrumentierung interpretiert... www.susheelaraman.com)

CD-Tipp: Ani DiFranco - Canon (Ani di Franco veröffentlicht ihr erstes Best Of-Album, welches einen ausführlichen Blick auf ihre bisherige Karriere wirft. DiFranco gilt als eine der einflußreichsten und inspirierensten Künstler ihrer Generation. In ihrer 17-jährigen Karriere überzeugte sie bereits als Sängerin, Songwriterin, Gitarristin oder Produzentin. Ihr kraftvolles Temperament wird durch ihre Songs, in denen sie sich kritisch zu politischen und sexuellen Themen äußert, deutlich. Die 3CD enthält Songs aus ihren Alben von 1990 bis 2006 und fünf neu eingespielte Tracks... www.righteousbabe.com/ani/index.asp)

Live CD-Tipp: Christina Lux - Lux-Pure & Live (Sinnliche Konzertmomente pur, eine umwerfende Stimme und Gitarrenbegleitung auf ganz hohem, individuellem Niveau... www.christinalux.de)

Joni Mitchell - Shine (Erlesene neue musikalische, poetische und politische Lieder der Ausnahmemusikerin... www.jonimitchell.com)

Jazz CD Tipp: Herbie Hancock - River (the Joni Letters) (Herbie Hancock präsentiert zwei Dutzend der schönsten und besten Joni Mitchell-Songs, gespielt von Herbie und seinen Jazzmannen, unter anderem auch dabei Saxophon-Ikone Wayne Shorter. Das Album beinhaltet Perlen des Singer / Songwriter-Genres, gesungen von Joni Mitchell selbst, aber auch von illustren Gästen und Mitchell-Fans wie Norah Jones, Corinne Bailey Rae, Leonard Cohen und Tina Turner. www.herbiehancock.com)

Weltmusik CD-Tipp: Maria Joao - Joao (Brasilianisches Songbook mit der Ausnahmekünstlerin aus Portugal und ganz eigener vokaler Gestaltung... www.mariajoao.org)

CD-Tipp: Laura Lopez Castro y Don Philippe - ...inventan el ser feliz (Poetische Geschichten in spanischer Sprache, Stimme und Gitarre, angereichert mit gelegentlichen Zutaten wie Streichern, Trompete oder Kontrabass.... www.lauralopezcastro.com)

Habib Koité - Afriki (Wundervolle akkustische Rhythmen und Gitarrenmusik aus Mali.... www.habibkoite.com)

Audiophiler CD-Tipp: Kristin Asbjörnsen - Wayfaring Stranger (In ihrem Heimatland Norwegen ist Kristin Asbjørnsen mit ihrer Band Dadafon seit Jahren eine gefeierte Künstlerin. Ihr erstes Soloalbum »Wayfaring Stranger« ist eine Kollektion von größtenteils wiederentdeckten afro-amerikanischen Spirituals. Ruth Reese, die aus Chicago stammende schwarze Sängerin und Gesangslehrerin, vermachte Asbjørnsen vor ihrem Tod ihr umfangreiches Songbook mit Spirituals, welches Asbjørnsen sehr leidenschaftlich und bluesig vertonte. Man fühlt und begreift die Texte beim bloßen Zuhören, so voll sind sie von Authentizität und Emotionen. Ganz leicht wird man mitgerissen von ihrer bluesigen Stimme und ihrer Interpretation.... www.kristinsong.com)

Rim Banna - Seasons of violet (Stimmungsvolle arabische Gesangstradition, Jazz, Folk, Soul & Pop aus Palestina mit norwegischen Musikern eingespielt ... www.rimbanna.com)

Manu Chao - La Radiolina (Multikulti-Cocktail aus Folk, Rock, Tex Mex, Rai, Reggae & Latin... www.manuchao.net)

CéU - CéU (“Die Zukunft der brasilianischen Musik“, titelt das Jornal Do Brasil. Als „neue Prinzessin der Música Popular“ feiert sie Folha Online. Kein Wunder: Die Grooves der 27jährigen aus São Paulo nehmen gefangen wie es selten eine Musik aus Brasilien in den letzten Jahren konnte. Handgemachte Trommelarbeit verzahnt sich mit dezentem Programming, espritvolle SciFi-Effekte und Scratches kommen von Synthesizer und Turntable, dazu bläst eine kleine Hornfraktion gedämpfte jazzig-soulige Linien. Darüber fliegt CéUs helle Stimme, sinnlich-sanft und katzenartig zuweilen, aber doch ausdrucksvoll und muskulös - mal verführerisch und sinnlich, mal eher mädchenhaft. Die melodische Substanz ist immer der Wehmut der Samba-Melodien verpflichtet, kombiniert sie mit Reggae- und Dub-Versatzstücken. Mit diesem fruchtigen Mix aus Samba, Trip- und HipHop, Dub und Reggae, Funk, Soul und Jazz bringt die von Billboard, Liberation und O Globo gleichermaßen verehrte Newcomerin Melancholie, Sinnlichkeit und Coolness organisch zusammen. Keine weitere hauchende Brasil-Elfe, stattdessen clever-erotische Brasil-Avantgarde.
... www.ceumusic.com)